Findet BAWAG-Debakel glimpfliches Ende? Attraktives Übernahmeangebot gestellt
- US-Hedgefonds: Arbeitsplatz-Garantie für Mitarbeiter
- Krisengeschüttelte Bank soll nicht filetiert werden
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Der US-Hedgefonds Cerberus hat gemeinsam mit der Generali-Versicherung und Wüstenrot für die krisengeschüttelte Gewerkschaftsbank BAWAG P.S.K ein finanziell und strategisch attraktives Angebot vorgelegt. Das BAWAG-Debakel könnte demnach für den ÖGB und den Steuerzahler, der mit 900 Mio. Euro für die Bank haftet, ein glimpfliches Ende nehmen.
Das berichtet die Tageszeitung "Die Presse". Für die anderen BAWAG-Interessenten - Bayerische Landesbank, Raiffeisen Zentralbank und weitere Finanzinvestoren - liegt im laufenden Verkaufsprozess die Latte damit ziemlich hoch, heißt es in dem Bericht. Das Cerberus-Konsortium biete eine Job-Garantie für die 4.300 Beschäftigten der Bank. Im Fall eines Zuschlags würden sich Cerberus & Co. sogar verpflichten, die Anzahl der Arbeitsplätze nicht zu reduzieren.
Das Angebot für die Bawag sei umso überraschender, da Finanzinvestoren wie Cerberus gekaufte Objekte in der Regel filetieren. Cerberus und seine Partner wollen hingegen eine "Nichtfiletierungsverpflichtung" anbieten. Die Gruppe um Cerberus will sich verpflichten, die Bank mindestens fünf Jahre zu behalten. Danach könnte der Finanzinvestor über einen Börsegang aussteigen. Einen Börsegang der derzeit noch im ÖGB-Eigentum stehenden Bank hatte kürzlich die BAWAG-Betriebsrats-Chefin Streibl-Zarfl als positiv bezeichnet. Ein solcher Schritt böte auch die Möglichkeit einer Mitarbeiterbeteiligung, welche die BAWAG-Belegschaft sich wünscht.
Das Cerberus-Konsortium bietet dem Vernehmen nach rund 2,4 Mrd. Euro für die Bank, dazu käme noch die Rückzahlung der Staatsgarantie sowie eine Kapitalerhöhung für die Bank. Der genaue Betrag wird erst fixiert, ebenso die Aufteilung zwischen dem US-Finanzinvestor und den anderen Bietern, so der Bericht.
(apa)
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