Österreicher sparen 183 Euro im Monat: Trotzdem ist Vorsorge erstmals wichtiger!
- Zwei Mio. Österreicher kommen zum Weltspartag
- Kinder können am Weltspartag wieder "abstauben"
·Österreicher sind Sparbuch-Weltmeister
Aber: Auch Wertpapiere werden immer beliebter
·Sparbuch noch immer
beliebteste Sparform
Vorsorgeprodukte aber lagsam am Vormarsch
Trotz Direktbanken und Web-Banking erfreuen sich Weltspartag und Sparen anhaltend hoher Beliebtheit in Österreich. So wollen auch heuer rund zwei Millionen Österreicher ihre Bankfiliale aufsuchen, um 400.000 oder ein Viertel mehr als im vergangenen Jahr, so das Ergebnis einer Fessel/GfK-Umfrage im Auftrag der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA). Verschiebungen gibt es bei den Motiven: "Altersvorsorge ist heuer erstmals Sparmotiv Nummer 1", sagte BA-CA-Vorstand Werner Kretschmer.
76,4 Prozent nennen im Herbst 2006 die eigene Pensionsvorsorge als Hauptmotiv für ihr Sparen, vor einem Jahr waren es noch 73 Prozent. Trotzdem haben laut Umfragen 1,8 Millionen noch gar nicht vorgesorgt, erklärte der für Asset Management & Private Banking zuständige Vorstand. Fast ebenso wichtig ist den Befragten das Anlegen eines "Notgroschen" (76/2005: 76 Prozent) für härtere Zeiten. An Bedeutung gewonnen haben auch die Spar-Motive Kinder (63 nach 59 Prozent im Jahr 2005), Renovierung von Haus oder Wohnung (57/51), Urlaub (53/51) oder Auto (51/46 Prozent).
Durchschnittlich 183 Euro oder 11,7 Prozent ihres Nettoeinkommens legen Herr und Frau Österreicher monatlich zur Seite, ergab das aktuelle "Geld AnlageBarometer" der BA-CA. Dabei handelt es sich um eine relativ konstante Größe: Auch im Vorjahr wurden 11,7 Prozent veranlagt, sagte BA-CA-Volkswirtschafter Stefan Bruckbauer. Im Jahr 2004 sparten Österreicher pro Kopf 11,4 Prozent ihres Einkommens, ebensoviel sollen es nächstes Jahr sein. Umgelegt auf ein höheres Einkommen steigt damit die Sparleistung geringfügig auf 184 Euro.
Je ein Viertel des Ersparten wird in Bankeinlagen oder in Lebensversicherungen angelegt, das sind durchschnittlich 43 Euro monatlich. 17 Prozent fließen in Investmentfonds - mit deutlich steigender Tendenz, je 14 Prozent fließen in Aktien oder in Rentenpapiere bzw. den Geldmarkt. 5 Prozent des monatlich Ersparten landet in einer Pensionskasse, während sich die Sparer statistisch 2 Prozent - rund 3 Euro - als Bargeld behalten.
Rund ein Fünftel der Befragten (19 Prozent) will am Weltspartag "sicher" eine Bank aufsuchen, der gleiche Prozentsatz hat dies vor oder hält es für möglich. Freilich: Eine Mehrheit von 61 (2005: 69) Prozent will an dem Tag keine Bankfiliale aufsuchen, die Verweigerer werden aber wieder weniger.
Kinder können am Weltspartag wieder "abstauben"
Der 31. Oktober ist vor allem ein Fest für die Kinder, die sich über kleine Geschenke freuen können - die BA-CA verschenkt heuer etwa wahlweise einen Plüschbären, ein Stempel-Set, ein Sudoku, ein Dungl-Müsli oder einen Stadtplan. Ein Viertel (24 nach 34 Prozent) der Befragten nennt die Begleitung von Kindern oder Enkelkindern als Hauptgrund für den Bankbesuch am 31. Oktober, für 24 (2005: 17) Prozent handelt es sich dabei um eine jährliche Tradition. Gut ein Fünftel freut sich über die Geschenke, 11 Prozent pflegen bei der Gelegenheit gleich persönlichen Kontakt mit ihrer Bank. Weniger wichtig geworden ist der Anlass, an dem Tag Erspartes in die Bank zu bringen, diesen Beweggrund nannten noch 10 (2005: 18) Prozent. Der Trubel in der Bank ("da ist immer viel los an dem Tag") und die Möglichkeit sich mit Produktinformationen zu versorgen sank an Bedeutung von 7 auf 4 Prozent.
Liebstes Produkt der Sparer ist immer noch das Sparbuch, 55 (2005: 49) Prozent der Befragten würden 1.000 Euro am liebsten in dieser Form veranlagen. Steigender Beliebtheit erfreuen sich auch Wertpapiere, in die schon 18 (2005: 12) Prozent investieren würden. Bausparverträge (17/23), Lebensversicherungen (5/6 Prozent) und Immobilien (2/4 Prozent) haben dagegen an Bedeutung verloren.
Obwohl "Sparbuchsparen" dank steigender Zinsen gerade wieder an Popularität gewinnt, sieht Kretschmer tendenziell eine steigende Nachfrage nach anspruchsvolleren Produkten. "GarantieFonds" etwa hätten als "Sparbuch des 21. Jahrhunderts" in den vergangenen Jahren deutliche Steigerungen verzeichnet.
Das diesjährige KünstlerSparbuch der BA-CA ist von Oswald Oberhuber gestaltet, bei einer Bindung auf 19 Monate gibt es 3,5 Prozent Zinsen.
(apa/red)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Syrien14:01
Annan trifft AssadUNO-Sondergesandter spricht mit dem Präsidenten. Auch Treffen mit Opposition.
Platter trifft David Alaba14:02
Platter blamiert sichLandeshauptmann mit Aha-Erlebnis bei David Alaba: "Sie können ruhig Deutsch mit mir reden"

