Verhandlungen laufen: Österreichische
Post will deutsche trans-o-flex übernehmen
- Kaufpreis für Logistikanbieter liegt unter 400 Mio.
- Generaldirektor Wais strebt Komplettübernahme an
Die Österreichische Post AG will das deutsche Logistikunternehmen trans-o-flex übernehmen. Wie die Post mitteilte, hat das Unternehmen nun mit den bisherigen trans-o-flex- Eigentümern, den privaten Beteiligungsgesellschaften Odewald & Compagnie und der Alpha Gruppe, Exklusivverhandlungen zur Übernahme aufgenommen. Wie viel Prozent die Post übernehmen will, steht noch nicht fest.
Post-Generaldirektor Wais hatte erklärt, dass nur eine Übernahme von mindestens 51 Prozent in Frage komme. Angestrebt werde aber eine Komplettübernahme. Eine solche Komplettübernahme würde laut damaligen Aussagen von Wais weniger als die bisher kolportierten 400 bis 500 Mio. Euro kosten. Auf einen genauen Kaufpreis wollte er sich aber nicht festlegen - auch nicht darauf, wann die Transaktion abgeschlossen sein soll. Spätestens für 2007 hat der Post-Chef aber eine endgültige Entscheidung angekündigt.
Die trans-o-flex mit Sitz in Weinheim betreibt ein deutschlandweites Speziallogistiknetz von 39 Distributionsgesellschaften zur Beförderung von Geschäfts-Paketen und Paletten (Kombifracht). Im Jahr 2005 transportierte das Unternehmen rund 49 Mio. Sendungen und erwirtschaftete mit ca. 890 Mitarbeitern rund 460 Mio. Euro Umsatz. Für die Abwicklung des internationalen Frachtverkehrs kooperiert trans-o-flex mit dem im Aufbau befindliche europaweit tätigen Logistiknetzwerk EURODIS, einem Verbund europäischer Logistikunternehmen.
Ein Übernahme-Versuch durch die Deutsche Post war im Vorjahr am Einspruch des deutschen Bundesgerichtshofes wegen Wettbewerbsbedenken gescheitert.
(apa/red)
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