14 Milliarden Euro für heimischen Banken-riesen: Grünes Licht für BA-CA-Verkauf
- HVB erwartet sich milliardenschweren Buchgewinn
- Hauptversammlung kritisiert Verkauf an UniCredit
Die deutsche HypoVereinsbank hat Grünes Licht für den geplanten Verkauf der Bank Austria Creditanstalt an ihre italienische Konzernmutter UniCredit bekommen. Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung stimmten in München 99,4 Prozent des anwesenden Kapitals für den Schritt. Die HVB erwartet sich davon einen milliardenschweren Buchgewinn, den sie für Expansionspläne nutzen will.
Zuvor hatte es bei der außerordentlichen Hauptversammlung lautstarke Kritik von Kleinaktionäre am geplanten Verkauf der BA-CA an die UniCredit gegeben. "Ich werde das Gefühl nicht los, dass die HVB hier ausgeschlachtet wird", sagte Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Der Preis - knapp 14 Mrd. Euro - sei zudem zu niedrig. Auch andere Anteilseigner betonten, dass der Verkauf der Bank Austria nicht im Interesse der HVB sei und drohten mit einer gerichtlichen Überprüfung.
Die UniCredit hat die über viele Jahre mit hohen Verlusten kämpfende HVB um rund 20 Mrd. Euro übernommen. Sie hält mittlerweile rund 94 Prozent der Anteile und sicherte sich zuletzt die österreichische HVB-Tochter BA-CA und weitere Beteiligungen des lukrativen Osteuropageschäfts. Dafür bekommt die HVB knapp 14 Mrd. Euro und erzielt dabei einen Buchgewinn von 6,5 Milliarden, der weitgehend steuerfrei ist.
HVB-Vorstandschef Wolfgang Sprißler unterstrich seine Bereitschaft zu größeren Zukäufen in Deutschland nach dem Verkauf der BA-CA und ihrer Osteuropa-Aktivitäten an die UniCredit. (apa)
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