Rente mit 67: Deutschlands Regierungs-koalition einigt sich auf langfristige Regeln
- Schrittweise Erhöhung der Pension ab 2012 geplant
- Beitragssatz und Rentenniveau sollen stabil bleiben
Die deutschen Regierungsparteien CDU, CSU und SPD haben sich auf die eine Erhöhung des Pensionsalters auf 67 Jahre geeinigt. Danach soll das Rentenalter von 2012 bis 2029 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben werden. Betroffen sind alle Geburtsjahrgänge ab 1947. Wer 45 Jahre Beiträge eingezahlt hat, soll auch weiterhin mit 65 abschlagsfrei sein Ruhestandsgeld bekommen.
Bundeskanzlerin Merkel wertete die Einigung als entscheidenden Schritt, der die Rente zukunftsfest mache. Angesichts steigender Lebenserwartung und niedriger Geburtenzahlen müsse die Rente auch für kommende Jahrgänge auf eine nachhaltige finanzielle Basis gestellt werden. Zugleich verwies die Kanzlerin auf die Notwendigkeit einer zusätzlichen privaten Vorsorge.
Mit der Neuregelung soll sicher gestellt werden, dass der Beitragssatz 20 Prozent des Bruttoeinkommens bis zum Jahr 2020 und 22 Prozent bis zum Jahr 2030 nicht überschreitet. Das Gesetz soll noch vor Weihnachten in das Parlament eingebracht werden. Nach den Plänen der Koalition sollen langjährig Versicherte frühestens mit 63 Jahren verbunden mit einem Abschlag von 14,4 Prozent Rente bekommen können.
Das Rentenniveau soll bis 2020 nicht unter 46 Prozent und bis 2030 nicht unter 43 Prozent des früheren Erwerbseinkommens liegen. Um Mütter oder Väter nicht zu benachteiligen, werden Erziehungszeiten bis zum zehnten Lebensjahr berücksichtigt. Auch die Pflege eines Angehörigen wird eingerechnet.
Derzeit arbeiten nur 44 Prozent der Beschäftigten bis zum regulären Rentenalter von 65 Jahren. Die Bundesregierung geht davon aus, dass langfristig nur etwa 40 Prozent der Arbeitnehmer bis 67 Jahre tatsächlich berufstätig sind.
(apa)
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