Österreich ist Weltmeister! Nirgends haben mehr Menschen ein Sparbuch als bei uns!
- Aber: Auch Aktien kommen immer besser an
Die Österreicher sind weiter Weltmeister im Sparbuch-Sparen, zugleich sind sie aber auch keine "Aktien-Muffel" mehr. Diese scheinbar widersprüchliche Aussage ist die Kernbotschaft aus einer Untersuchung zum aktuellen Spar- und Kreditverhalten der Österreicher auf Basis der Gesamtwirtschaftlichen Finanzierungsrechnung, die die Oestererichische Nationalbank (OeNB) bei einer Pressekonferenz in Wien präsentierte.
Zur Jahresmitte 2006 verfügten Haushalte in Österreich (einschließlich Privatstiftungen) über ein Geldvermögen von 367 Mrd. Euro, das ist das 2,5-Fache des verfügbaren Einkommens und rund 6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Abzüglich der Verschuldung aus Krediten von 135 Mrd. Euro ergibt sich daraus ein Nettogeldvermögen von 232 Mrd. Euro. Fast ein Drittel des gesamten Geldvermögens - 132 Mrd. Euro - lagen auf 23 Mio. Sparbüchern in Österreich. Das sind um 70 Prozent mehr als vor zehn Jahren.
Insgesamt leisten "Privathaushalte als Kapitalgeber für Unternehmen und Staat einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren des heimischen Finanzmarktes", sagte OeNB-Direktor Peter Zöllner. Der bevorstehende Weltspartag am 31. Oktober werde zu weiteren Zuflüssen führen, so die Erwartung.
Absolutes Lieblingsprodukt der Anleger bleibt das Sparbuch. Rund die Hälfte des privaten Vermögens ist hierzulande auf Sparbüchern angelegt, das ist laut Nationalbank Weltrekord. 85 Prozent der Haushalte verfügen über zumindest ein Sparbuch, von denen freilich nicht alle aktiv genutzt würden. Ein gutes Fünftel (21 Prozent) des Vermögens ist in Vorsorgeprodukten (Versicherungen, Pensionskassen) angelegt, die restlichen 28 Prozent entfallen auf Wertpapiere (darunter 6 Prozent börsenotierte Aktien, 11 Prozent Investmentzertifikate, 8 Prozent verzinsliche Wertpapiere).
Ein gutes Fünftel der Haushalte spare laut Befragung gar nicht - zum Teil, weil sie nicht können, zum Teil aber auch, weil alles in den Konsum geht. Zöllner verwies auf Länder wie die USA, die sogar eine negative Sparquote hätten. Dort werde in der Regel nicht aus den laufenden Einnahmen gespart, sondern fix in Aktien oder Immobilien veranlagt, die Erträge fließen dann meist direkt in den Konsum.
Zöllner führt die große Sparneigung der Österreicher nicht zuletzt auf die mitteleuropäische Tradition zurück: Österreicher seien nach wie vor stark mit ihrer Bank verbunden, seien eher vorsichtige Anleger und würden nach Möglichkeit staatliche Förderungen in Anspruch nehmen, wie Bauspareinlagen von 17 Mrd. Euro zeigten.
Immer größer sei allerdings der Zulauf zu Aktien: "Immer mehr Menschen sehen, dass eine Veranlagung in Aktien längerfristig mehr Ertrag bringt", so Zöllner. Das stärke einerseits den Aktienmarkt, zugleich befinde sich Österreich damit im internationalen Vergleich auf dem Weg der "Normalisierung". So seien die Markteinbrüche im Sommer durchaus auch zu günstigen Zukäufen genutzt worden, so Zöllner.
(apa/red)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Syrien14:01
Annan trifft AssadUNO-Sondergesandter spricht mit dem Präsidenten. Auch Treffen mit Opposition.
Platter trifft David Alaba14:02
Platter blamiert sichLandeshauptmann mit Aha-Erlebnis bei David Alaba: "Sie können ruhig Deutsch mit mir reden"

