"Makaay sagte nur 'Servus Nowitzki'":
Bayern-Debütant Maierhofer überglücklich
- Nach Premiere: "Es war einfach nur ein geiles Gefühl"
Stefan Maierhofer, 24-jährige Legionär beim FC Bayern München, zeigte sich nach seinem ersten Einsatz in der deutschen Bundesliga im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur überglücklich. "Es war einfach nur ein geiles Gefühl", gab der gebürtige Niederösterreicher zu Protokoll.
Frage: "Herr Maierhofer, Wie ist es, vor knapp 70.000 Fans gegen Eintracht Frankfurt auf das Feld zu laufen? Und dann das Spiel noch mit 2:0 zu gewinnen?"
Maierhofer: "Unbeschreiblich, einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Als mich Trainer Felix Magath gestern um 17:00 angerufen hat, wusste ich zuerst gar nicht was los ist. Ich war mehr als überrascht. Er sagte nur "Los pack deine Sachen und fahr zu den Profis!" Ich musste nachfragen, ob das wirklich stimmt. Aber es war so. Um 19:00 Uhr war dann Abendessen, danach hatte ich noch ein Einzelgespräch mit dem Trainer."
Frage: "Was haben Sie besprochen?"
Maierhofer: "Er sagte nur, wenn es der Spielverlauf zulässt, dann wird er mich bringen. Ich bin für jede einzelne Minute mehr als dankbar. Es ist wie ein Wimpernschlag. Wenn 20.000 Fans in der Südkurve deinen Namen rufen. Es war einfach nur ein geiles Gefühl!"
Frage: "Profitieren Sie von der Verletzung von Lukas Podolski oder wäre es in nächster Zeit sowieso irgendwann so weit gewesen, dass Sie spielen?"
Maierhofer: "Ich wusste zuerst gar nichts von der Verletzung von Lukas. Ich habe selbst erst am Freitagabend davon erfahren. Ich bringe jede Woche meine Leistung, habe auch in der Vorbereitung einige Tore in der Kampfmannschaft geschossen. Jetzt in acht Spielen acht Tore in der zweiten Mannschaft. Ich bin dem Trainer für jede einzelne Minute dankbar. Auch wenn es am Samstag nur drei waren."
Frage: "Wie wurden Sie von der Mannschaft aufgenommen?"
Maierhofer: "Sehr gut. Der Roy Makaay hat in Anspielung auf meine Größe gleich gesagt, 'Nowitzki, endlich bist du wieder da'. Alle haben sich gefreut, der Mark van Bommel hat sich sofort vorgestellt. Aber die meisten Spieler kenne ich ja sowieso von der Vorbereitung. Nach dem Spiel haben mir alle gratuliert. Der Kahn, Schweinsteiger,..."
Frage: "Und wie wird es aus Ihrer Sicht jetzt weitergehen?"
Maierhofer: "Ich bleibe am Boden. Im bin im Sommer des Vorjahres aus Langenrohr, aus der vierten niederösterreichischen Liga, gekommen. Ich führe die zweite Mannschaft als Kapitän gegen den Vfb Stuttgart II auf das Feld. Ich muss schauen, dass ich mit meiner Mannschaft Erfolg habe, das wir gute Leistungen abliefern. Ich habe noch bis Sommer einen Vertrag bei den Amateuren. Mal sehen wie es weitergeht. Ich bin aber meinem Entdecker und Förderer Hermann Gerland sehr dankbar."
Frage: "Ist die Nationalmannschaft, die EURO 2008 ein Thema für Sie?"
Maierhofer: "Natürlich, ich will 2008 unbedingt dabei sein. Es wäre das Schönste, wenn ich für mein Land spielen dürfte. Es gibt nichts Größeres. Aber das müssen andere entscheiden. Um dieses Ziel zu erreichen, brauche ich jedoch eine Profimannschaft."
Frage: "Haben Sie auch Kontakt mit Markus Weissenberger und Markus Harink, den anderen Legionären in der deutschen Bundesliga?"
Maierhofer: "Nein eigentlich nicht. Mit Markus Weissenberger wollte ich jetzt nach dem Spiel sprechen. Aber der ist leider schon weg."
(apa/red)
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