Montag, 23. Oktober 2006

"Wir wollen Bayern ärgern": ÖFB-Keeper Macho im Cup nur als Lautern-Reservist

  • Schachners "Löwen" nach Negativ-Trend ratlos
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Wie in Österreich ist in dieser Woche auch in Deutschland Fußball-Cup-Zeit. Und wie stets zu solchen Anlässen, wollen die Kleinen den Großen ein Bein stellen. Auch vier Ösi-Vereine versuchen, den Aufstieg ins Achtelfinale zu schaffen. "Wir wollen die Bayern ärgern", kündigte Wolfgang Wolf, der Trainer des Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, an. Gegen den Double-Gewinner werden die "Roten Teufel" in der Münchner Arena aber nur einen der zwei Österreicher aufbieten.

Stefan Lexa darf sich im offensiven Mittelfeld beweisen, dafür wird ÖFB-Teamkeeper Jürgen Macho das Geschehen von der Bank aus verfolgen. Das ist mit dem Coach und allen Beteiligten seit längerer Zeit so ausgemacht. Wolf möchte Florian Fromlowitz für die Zurückstufung zur Nummer zwei hinter den Wiener ein wenig "trösten". Der deutsche Junioren-Torhüter hatte Macho während seines Armbruchs Ende der vorigen Saison vertreten.

Die Frankfurter Eintracht tritt - voraussichtlich ohne Markus Weissenberger, der daheim gegen den 1. FC Nürnberg (2:2) spielen durfte und vom Fachmagazin "kicker" mit der schlechten Note vier bewertet wurde - auswärts gegen Zweitligist RW Essen an. Bereits zuvor muss der zweitklassige SC Freiburg, der am Wochenende seinen ersten Saison-Sieg in der Liga feierte, mit Andreas Ibertsberger zum Oberhaus-Verein VfL Wolfsburg. Die SpVgg Unterhaching hat in Pirmasens die dortigen Amateure als Gegner, Michael Miksits wird wohl nicht dabei sein.

Zum einzigen Duell zweier Bundesligisten kommt es ebenfalls am Dienstag zwischen Borussia Dortmund und Hannover 96. Vor drei Wochen gab es in der Liga im Ruhrpott ein 2:2, in den bisherigen drei Cup-Spielen setzten sich jeweils die Niedersachsen durch. BVB-Sportdirektor Michael Zorc legte die Latte für den wieder in die Kritik geratenen Trainer Bert von Marwijk hoch: "Wir brauchen keinen Debattier-Klub, gegen 96 will ich eine Reaktion sehen." Als einzig verbliebener Oberligist hat SV Babelsberg den VfB Stuttgart zu Gast.

Schachners "Löwen" nach Negativ-Trend ratlos
Hinter den Kulissen tobt beim Walter-Schachner-Klub 1860 München der Machtkampf um das Präsidentenamt - und auch sportlich läuft es bei den "Löwen" nicht mehr rund. Die 0:1-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern in der 2. deutschen Fußball-Bundesliga ließ am Sonntag ratlose Münchner zurück. "Ich habe mir überlegt, wie wir zu dem Schwung zurückfinden, den wir zu Beginn der Saison hatten", sagte 1860-Manager Stefan Reuter.

Insbesonders die Abschluss-Schwäche der "Löwen", die in den vergangenen vier Partien nur zweimal trafen, war gegen die Pfälzer eklatant. "Wir müssen viel entschlossener vor dem Tor werden", kritisierte München-Trainer Schachner. "Das Spiel kann auch 4:3 ausgehen." Den Machtkampf um den Präsidentenposten zwischen den beiden Kandidaten Karsten Wettberg und Otto Steiner ließen weder Reuter noch die Spieler selbst als Entschuldigung für das zuletzt schwache sportliche Abschneiden gelten. "Da dürfen wir keine Ausrede suchen", sagte der Manager.

(apa/red)

23.10.2006 15:40