Sonntag, 29. Oktober 2006

4:1-Sieg über Tirol: Nun scheint Licht
am Ende des dunklen Austria-Tunnels

  • Meister kann nach Zellhofer-Debüt durchatmen
  • Aigner: "Vielleicht war das der Anfang einer Serie"

Austria hat mit einem 4:1-Kantersieg über Wacker Tirol die rote Laterne in der T-Mobile-Bundesliga abgegeben. Neo-Trainer Georg Zellhofer feierte einen gelungenen Einstand beim Double-Gewinner.

Nach zwei bitteren Niederlagen (1:4 im UEFA-Cup gegen Zulte Waregem, 0:4 in Salzburg) setzte Zellhofer im Spiel gegen die Tiroler mit sechs Offensiv-Akteuren auf Angriff. Auch wenn nach der 2:1-Führung das Spiel fast die gesamte zweite Hälfte auf des Messers Schneide stand, wurde der Mut zum Risiko am Ende noch mit zwei späten Toren (81. H. Aigner, 93. Mila) belohnt. Nachdem die Austria in Salzburg zwei späte Treffer (90.,92.) hatte hinnehmen müssen, schlugen die Wiener nun selbst am Spielende zu.

"Jetzt ist Durchatmen gestattet. Es war wichtig, dass wir schnell geführt haben, das hat uns Sicherheit gegeben", zeigte Zellhofer verhaltene Freude. Der Trainer war vor allem mit der Körpersprache seiner Spieler zufrieden ("Das zeigte deutlich, dass wir den Sieg wollten"), weiß aber auch, dass Wacker den Ausgleich hätte schießen können. Hannes Aigner freute sich über seinen Doppelpack (7.,81.), aber auch für ihn zählen drei Punkte mehr als seine Tore. "Vielleicht war das der Anfang einer Serie", hofft der Ex-Tiroler.

Auf die Austria kommen jetzt harte Wochen zu. Am Donnerstag wartet im zweiten UEFA-Cup-Gruppenspiel auswärts Ajax Amsterdam, danach folgt am Sonntag das Wiener Derby bei Rapid. Am Mittwoch in einer Woche kommt es zum Duell mit Tabellennachbar Sturm Graz. "Es gibt jetzt ein bisschen Licht im Tunnel, aber wir dürfen nicht überheblich sein. Jetzt wird es längere Zeit keinen freien Tag geben", weiß Zellhofer um die Bedeutung der nächsten Wochen.

Für die Tiroler war es die dritte Niederlage in Serie. Aber auch das bringt Trainer Frantisek Straka nicht aus der Ruhe: "Wir sind toll in die Saison gestartet und müssen jetzt auch diese Phase meistern. Die Austria hat gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt." Das sah auch Zellhofer so, wenn auch ein wenig anders: "Es war ein gutes Spiel, aber ich hebe jetzt sicher nicht ab. Und meine Spieler auch nicht."

(apa/red)

29.10.2006 13:03