Mittwoch, 25. Oktober 2006

Pasching-Trainer Djuricic zurückgetreten: Abruptes Ende der erfolgreichen Beziehung

  • Persönliche Gründe: Auch "Co" Miklavic ist weg

Die Ära des kroatischen Trainers Milan Djuricic beim oberösterreichischen Bundesligisten FC Superfund Pasching ist nach nicht einmal fünf Monaten unspektakulär zu Ende gegangen. "Die Vertragsauflösung erfolgte einvernehmlich", erklärte der 61-jährige Djuricic, der am 5. Juni die Nachfolge von Interims-Erfolgstrainer Didi Constantini angetreten hatte.

Es war dies bereits der insgesamt dritte Trainerwechsel in der laufenden Meisterschafts-Saison nach Georg Zellhofer (Rapid - Nachfolger Peter Pacult) und Frenkie Schinkels (Austria - Nachfolger Georg Zellhofer). In Pasching kam es damit schon zur vierten Trainer-Rochade, seit die überaus erfolgreiche Trainer-Ära Georg Zellhofer Anfang November des Vorjahres zu Ende gegangen war. Helmut Kraft war nur knapp zwei Monate in Amt und Würden. Andreas Heraf folgte vom 2. Jänner 2006 bis zum 7. März und wurde dann von Constantini beerbt, der den "Dorfklub" erstmals in den UEFA-Cup-Hauptbewerb führte.

Gemeinsam mit dem bisherigen Pasching-Cheftrainer Djuricic nahm auch dessen slowenischer Co-Trainer Milan Miklavic den Hut.

"Völlig überraschend und aus persönlichen Gründen", war der Presseaussendung der in der ersten UEFA-Cup-Hauptrunde an AS Livorno gescheiterten Paschinger zu entnehmen. Völlig überraschend wohl deshalb, weil die Elf von Djuricic nach - vor allem in der Offensive - eher mäßigen Leistungen im August und September zuletzt wieder ansprechende Ergebnisse erzielte und aktuell immerhin der erste Verfolger von Leader Red Bull Salzburg ist. In bisher 13 gespielten Runden verließen die Oberösterreicher den Platz nur zweimal als Verlierer.

Auch das Verhältnis des nunmehrigen Ex-Trainers zu den zahlreichen Paschinger Routiniers wie etwa Christian Mayrleb oder Josef Schicklgruber, die Djuricic zwischenzeitlich mangelnde Risikobereitschaft vorgeworfen hatten, hatte sich in den vergangenen Wochen, zumindest nach außen hin, weitgehend normalisiert. Im Telefongespräch mit der APA war dem Kroaten nur wenig zu entlocken: "Ich wollte das, habe das Gespräch mit Präsident Grad gesucht. Sonst gebe ich keinen weiteren Kommentar ab. Die Mannschaft muss weiter arbeiten und alles andere würde jetzt nur schaden."

(apa/red)

25.10.2006 12:05