Heute startet Waldviertel-Rallye: Super- Stage auf Nordring steht heuer Mittelpunkt!
- Veranstalter: Schotteranteil von knapp 85 Prozent
- Ungar Benik (Ford Focus WRC 03) in Favoritenrolle
Mehr als 560 Gesamt-Kilometer, 16 Sonderprüfungen über knapp 190 Kilometer, ein Schotter-Streckenanteil von fast 85 Prozent und dazu ein Rekord-Teilnehmerfeld von 153 Teams aus zehn Nationen. Das sind die beeindruckenden Eckdaten der 26. OMV Rallye Waldviertel, die heute in Horn gestartet wird und am Samstagabend auf der Zielrampe in Waidhofen/Thaya endet. Mittelpunkt des traditionellen Finales der heimischen Rallye-Staatsmeisterschaft ist heuer erstmals die neue Superstage auf dem Nordring.
Die 2,3 Kilometer lange Superstage wird gleich zweimal befahren: Als letzte Prüfung heute und als zwölfte Sonderprüfung am Samstag, wobei immer zwei Autos gleichzeitig auf der Strecke sein werden. Kernstück ist die neu gestaltete Brückenkonstruktion mit einer Unterführung, die ein kreuzungsfreies Queren von der Innen- auf die Außenbahn gestattet. Auch der Klassiker Gföhl - Kronsegg wurde wieder in den Strecken-Verlauf eingebaut, zuletzt waren die Piloten dort vor 35 Jahren unterwegs.
Freude über hohen Schotteranteil
Gesamtorganisator Helmut Schöpf freut sich besonders über den höchsten Schotteranteil in der Geschichte der Waldviertel-Rallye: "Der Sport gewinnt damit an Attraktivität und Spannung. Auch die Fahrer lieben diesen Untergrund." In Abwesenheit von Manfred Stohl, der am Wochenende beim WM-Lauf in Australien an den Start geht, ist der Ungar Balasz Benik in seinem Ford Focus WRC 03 der logische Favorit auf den Gesamtsieg. Benik, der im Waldviertel schon 2004 erfolgreich war, versprüht vor dem Start Optimismus: "Mir ist klar, dass ich der Gejagte bin, aber ich bin zuversichtlich und freue mich auf den Schotter."
Im Schatten von Benik lauert sein OMV-Kollege Stepan Vojtech. Der Tscheche war im Vorjahr Gesamt-Zweiter hinter Raimund Baumschlager, der wiederum heuer schon als Gruppe-A-Meister feststeht und daher im Waldviertel einen Testeinsatz in der Gruppe N absolviert. Baumschlager könnte damit im noch offenen Gruppe-N-Titelkampf zwischen Achim Mörtl und Hermann Gassner zum Zünglein an der Waage werden.
Waldherr startet nicht
In der Staatsmeisterschafts-Wertung der Division I (Gruppe A) zog Andi Waldherr, ursprünglich der große Gegner von Toto Wolff im Kampf um Platz zwei, seine Nennung überraschend zurück und ist kurioser Weise als "Schotterspion" für Wolff im Einsatz. "Ich hätte mit meinem frontgetriebenen Auto auf den vielen Schotterprüfungen nur wenig Chancen gehabt", erklärte Waldherr.
ÖM-Titel-Favorit in der Division III (Diesel- und Gasautos) ist OMV-Pilot Beppo Harrach, der in der Gesamt-Wertung der Waldviertel-Rallye in die Top-Ten will. (apa)
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