Schwere Verluste im Irak: Republikaner verlieren an Rückhalt in US-Bevölkerung
- Oppositionelle Demokraten bauen Vorsprung aus
- Allein im Oktober schon 96 tote US-Soldaten im Irak
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Knapp zwei Wochen vor den US- Kongresswahlen verlieren die Republikaner von Präsident Bush wegen dessen Irak-Politik immer mehr an Rückhalt in der Bevölkerung. Die oppositionellen Demokraten bauten ihren Vorsprung weiter aus, wie eine Umfrage ergab. Vor allem die zunehmenden Verluste der US-Armee machen der Regierungspartei zu schaffen.
Allein in diesem Monat sind 96 US-Soldaten im Irak gefallen, wie das Militär bekannt gab. Damit ist der Oktober für die US-Armee der verlustreichste Monat in diesem Jahr. Einer Umfrage zufolge liegen die Demokraten mit 44 zu 33 Prozent in der Wählergunst vorn. Das sind zwei Punkte mehr als bei der vorangegangenen Erhebung im September. Bei der Wahl am 7. November wollen die Republikaner ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat verteidigen.
Rund 50 Prozent der Befragten sprachen sich für einen Abzug der US- Truppen aus dem Irak bis Ende 2007 aus. 15 Prozent von ihnen wollen die Soldaten sogar sofort zu Hause sehen. Die Gegner Einsatzes dürften sich durch den nun bekannt gewordenen Vorfall in der westlichen Provinz Anbar bestätigt fühlen: Dort töteten Aufständische fünf US-Soldaten, wie das Militär mitteilte.
Zudem verdeutlichten auch die anhaltenden Anschläge auf einheimische Truppen die schwierige Sicherheitslage im Irak. Nördlich von Bagdad geriet ein Polizeikonvoi in einen Hinterhalt. Acht Polizisten kamen ums Leben. Zuvor hatten Bewaffnete die Wache einer Spezialeinheit nahe Bakuba angegriffen und sechs Polizisten getötet.
Unterdessen mussten die Sicherheitskräfte in ihrem Kampf gegen die Gewalt in dem Golfstaat erneut eine Niederlage hinnehmen. Ein bekannter Anführer einer Todesschwadron sei einem Zugriff unter Führung der USA entkommen, sagte Iraks Ministerpräsident Maliki.
(apa/red)
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