Gewalteskalation in Marseille: Jugendliche stecken Bus in Brand - Frau in Lebensgefahr
- Haut der 26-Jährigen ist zu 60 Prozent verbrannt
- 3 weitere Passagiere erlitten Rauchgasvergiftungen

·Gewalt in Marseille: Bus in Brand gesteckt
Frau in Lebensgefahr:
60 % der Haut verbrannt!
·Paris: Gewalt am 1. Jahrestag der Krawalle
Trotz Polizeipräsenz: Busse und Autos in Brand
·Frankreich fürchtet neue Gewalteskalation
Einwanderer-Viertel gleichen einem Pulverfass
·BILDER: Das waren die Krawalle 2005
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Eine junge Frau, die beim Brand eines Busses in Marseille lebensgefährlich verletzt worden ist, befindet sich auf der Intensivstation. Nach Angaben des Staatsanwalts schwebt die 26-jährige in Lebensgefahr. Fast 60 Prozent ihrer Haut seien verbrannt, teilte das Krankenhaus mit. Auf Grund des Vorfalls wurde der Verkehr der Nachtbusse in Marseille eingestellt.
Laut Polizeiangaben wurde das Fahrzeug von Jugendlichen gegen 21.00 Uhr angegriffen und angezündet. Drei weitere Passagiere erlitten leichte Rauchvergiftungen. Die Brandstiftung ereignete sich einen Tag nach dem Jahrestag des Beginns der Herbstkrawalle.
Seit etwa einer Woche sind in Vororten französischer Großstädte mindestens sieben Busse in Flammen aufgegangen. Allein sechs dieser Brandanschläge hätten sich in der Region Paris ereignet.
Bei den Ausschreitungen vor einem Jahr waren mehr als 10.000 Autos und mehr als 300 Schulen und öffentliche Gebäude angezündet worden. Die befürchteten Unruhen zum Jahrestag blieben weitgehend aus.
Polizisten nach Marseille geschickt
Nach dem Brandanschlag auf einen Linienbus hat die französische Regierung 160 zusätzliche Polizisten nach Marseille geschickt. Die Polizei werde in den Vorstädten keine Gewalt tolerieren, sagten Vertreter der Stadt.
Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac verurteilte den Anschlag. Der Vorfall weckte Befürchtungen, dass die Gewalt in den französischen Vorstädten ein Jahr nach den heftigen Krawallen außer Kontrolle geraten könne. Marseille wurde im vergangenen Jahr weitgehend verschont. (apa/red)
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