Nach vier Monaten: Lösung der Gaza-Geiselkrise steht laut Palästinensern bevor
- Israelischer Soldat im Austausch für Häftlinge frei
- Keine Stellungnahme von israelischer Seite
Der vor rund vier Monaten im Gaza-Streifen von radikalen Palästinensern entführte israelische Soldat Gilad Shalit könnte bald frei kommen. Eine der drei radikalen Gruppen, die den Soldaten festhält, teilte mit, man habe einem Vorschlag des Vermittlers Ägypten zugestimmt. Demnach soll Shalit frei gelassen werden, wenn im Gegenzug Israel palästinensische Häftlinge auf freien Fuß setze.
Es komme nun auf die Reaktion Israels an, erklärte das Volkswiderstandskomittee (PRC) weiter. Von israelischer Seite lag zunächst keine Stellungnahme vor. Details zu der vorgeschlagenen Lösung der Geisel-Krise nannte die Gruppe nicht. "Wir erwarten binnen einiger Tage eine Lösung für unsere Gefangenen", hieß es.
Palästinensische Extremisten hatten den Soldaten am 25. Juni entführt und fordern als Gegenleistung für seine Freilassung, dass bis zu 1.400 in Israel inhaftierte Palästinenser freikommen. Die Entführung des Soldaten hatte die israelische Armee dazu veranlasst, fast ein Jahr nach dem Abzug aus dem palästinensischen Küstengebiet wieder dort einzumarschieren. Bei der darauf folgenden Offensive Israels wurden mehr als 260 Palästinenser getötet, etwa die Hälfte davon Extremisten.
(apa/red)
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