Makabere Skandal-Fotos: Ermittlungen gegen deutsche Soldaten voll angelaufen
- Vier von sechs Soldaten nicht mehr bei Bundeswehr
- Männer posierten auf Bildern mit Totenschädel
Nach der Veröffentlichung von Skandalfotos mit deutschen Bundeswehrsoldaten in Afghanistan wird gegen sechs Personen ermittelt. Verteidigungsminister Jung sagte im ZDF, vier von ihnen seien inzwischen nicht mehr bei der Bundeswehr. Bei zwei weiteren werde man entsprechende Konsequenzen ziehen. Die im Jahr 2003 aufgenommenen Bilder zeigen Soldaten, die mit einem Totenschädel posieren.
"Wer sich so verhält, hat in der Bundeswehr keinen Platz", sagte Jung." Nach Veröffentlichung der Fotos in der "Bild"-Zeitung stehe das Ansehen der Bundeswehr und der an Auslandseinsätzen beteiligten Soldaten auf dem Spiel.
Der frühere Bundeswehr-General Klaus Reinhardt sprach sich unterdessen für eine Fortsetzung des Afghanistan-Einsatzes aus. "Wir dürfen das Kind nicht mit dem Bade ausschütten" sagte Reinhardt der "Berliner Zeitung". Die an Auslandseinsätzen beteiligten Soldaten der Bundeswehr würden so intensiv ausgebildet wie in keiner anderen Armee. Die veröffentlichten Fotos bezeichnete Reinhardt, der 1999 Kommandeur der internationalen Friedenstruppe im Kosovo war, als "absolut geschmacklos". (apa)
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