Sex-Affäre mit Nachspiel: Republikaner-Chef Dennis Hastert sagte vor Ausschuss aus
- Musste über Verhalten von Parteifreund Foley reden
·"Bin tief betrübt, dass das passiert ist"
US-Republikaner lehnt Rücktritt in Sex-Affäre ab
·2. Rücktritt in Sex-Affäre um US-Politiker
Republikaner ist enger Freund von Mark Foley
·USA: Sex-Skandal
bei Republikanern
Politiker belästigte junge Männer. Bush "angeekelt"
Der Präsident des US-Repräsentantenhaus, der Republikaner Dennis Hastert, hat zur Affäre um Sex-Botschaften eines Abgeordneten an Minderjährige ausgesagt. "Ich habe alle Fragen nach besten Möglichkeiten beantwortet", sagte Hastert nach der mehr als zweieinhalbstündigen Befragung. Ein Untersuchungsausschuss des Parlaments in Washington wollte von ihm erfahren, was er von dem Verhalten seines Parteifreundes Mark Foley wusste und was er dagegen unternommen habe.
Foley hatte SMS und E-Mails mit sexuellen Inhalten an männliche Praktikanten des Kongresses gesendet. Er ist inzwischen zurückgetreten. Kritiker warfen Hastert darauf hin vor, nicht früh genug gehandelt zu haben und forderten seinen Rücktritt. Er hat beteuert, von dem Inhalt der Botschaften erst durch die jüngsten Medienberichte erfahren zu haben. Einen Rücktritt lehnt er ab und wird darin von Präsident George W. Bush unterstützt. Auch die Bundespolizei FBI und das Justizministerium beschäftigen sich inzwischen mit dem Fall.
Die Affäre stellt kurz vor den Kongresswahlen am 7. November eine massive Belastung für die Republikaner da, die um ihre Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus kämpfen. (apa/red)
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