Suchen nach Trennungslinie: Terrorismus
ist größte Bedrohung für Europas Staaten
- "G-6"-Innenminister beraten in Großbritannien
Der Terrorismus stellt nach Ansicht des britischen Innenministers John Reid "die größte Bedrohung für alle europäischen Nationen" dar. Der "Feind" sei dabei nicht der Islam, betonte Reid in Stratford-upon-Avon zum Auftakt eines zweitägigen Treffens mit seinen Kollegen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Polen: "Die Trennungslinie befindet sich zwischen den Terroristen und dem Rest von uns und nicht zwischen zwei Zivilisationen oder zwischen zwei Religionen".
Bei ihrem zweitägigen Treffen beraten die Innenminister der "G-6" über die Bekämpfung von Terrorismus, illegaler Einwanderung und organisierter Kriminalität. Am ersten Tag ging es um Möglichkeiten zur Prävention von terroristischen Anschägen.
Zu Gast war dabei erstmals auch die Chefin des britischen Geheimdienstes MI5, Elizabeth Manningham-Butler. Das informelle Ministergremium war 2003 auf französische und britische Initiative gegründet worden. Entscheidungen können die Minister nicht fällen, ihr erklärtes Ziel ist es aber, stärkeren Einfluss auf die Arbeit in den EU-Gremien zu nehmen.
(apa/red)
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