Nur 30 % hinter Blair: Mehrheit der Briten für baldigen Truppen-Abzug aus dem Irak
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"Werden nicht abziehen, ehe Einsatz vollendet ist"
Die meisten Briten wünschen sich Umfragen zufolge, dass die eigenen Soldaten eher früher als später aus dem Irak abgezogen werden.
In einer ICM-Erhebung für die Zeitung "The Guardian" sprachen sich mehr als 60 Prozent der Befragten für einen Truppenabzug noch in diesem Jahr aus. 45 Prozent wünschen sich demnach einen sofortigen Abzug. Nur 30 Prozent der Interviewten unterstützten den Standpunkt von Premierminister Tony Blair, wonach die britischen Soldaten erst dann den Irak verlassen sollten, wenn die einheimischen Truppen dort selbst für genügend Sicherheit sorgen können.
Die Zeitung "The Independent" veröffentlichte eine Umfrage von CommunicateResearch, wonach 62 Prozent einen schnellstmöglichen Truppenabzug befürworten. 72 Prozent der Befragten gaben demnach an, der Krieg im Irak sei nicht zu gewinnen. Ähnlich viele Personen fanden aber auch, das Land würde in einen Bürgerkrieg rutschen, sollten die britischen und die US-Truppen abziehen.
Der iranische Vize-Ministerpräsident Barham Salih hatte in London gesagt, Großbritannien und die USA dürften sich nicht einfach aus dem Irak davonmachen. Dies wäre eine schlechte Entscheidung. Der Golfstaat habe eine Schlüsselstellung, was die Sicherheit in der gesamten Region angehe.
Großbritannien hat als engster US-Verbündeter rund 7200 Soldaten im Irak. Sie sind überwiegend im Süden des Landes stationiert. (APA/red)
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