In der ÖVP brodelt es: Spindelegger gewinnt
Kampfabstimmung um 2. NR-Präsidenten!
- Überraschungskandidatin Fekter knapp geschlagen
- Schüssel einstimmig zum Klubobmann gewählt

·Porträt: Spindelegger
Zweiter NR-Präsident
Außenpolitischer Sprecher
hatte Minister-Chancen
·NR-Präsidentin: Pläne
von Eva Glawischnig!
Grüne Kandidatin will Amt
bisschen anders anlegen
·Eva Glawischnig wird Dritte NR-Präsidentin
Porträt: Beförderung für grüne "Kronprinzessin"
·INFO: 183 Mandatare sitzen im Nationalrat
Sind für Bundesgesetz- gebung verantwortlich
·Sagen Sie uns Ihre Meinung zur Regierung
Mitreden: Was halten Sie von Gusenbauer & Co?
Der außenpolitische Sprecher Michael Spindelegger wird von der ÖVP zum Zweiten Nationalratspräsidenten vorgeschlagen. Allerdings fiel die Entscheidung in einer Klubsitzung nur hauchdünn. Die überraschend als Gegenkandidatin aufgetretene Justizsprecherin Maria Fekter erhielt nur zwei Stimmen weniger. Das Endergebnis lautete 33:31.
Mehr Geschlossenheit zeigte der ÖVP-Klub bei der Wahl seines Obmannes. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel wurde diese Position mit 100 Prozent Zustimmung zugewiesen. Geschäftsführender Klubchef wird Wilhelm Molterer, dem 98 Prozent das Vertrauen schenkten.
Schüssel glücklich über Wahlergebnis
Glücklich ist VP-Chef Schüssel, dass ihn sein Klub mit 100 Prozent zum Obmann gewählt hat. Das sei nicht selbstverständlich in Zeiten, wo manches vielleicht nicht so gelaufen sei, wie man sich das gewünscht hätte. Kein Problem hat der Parteichef damit, dass entgegen den ursprünglichen Erwartungen zwei Kandidaten um die Nominierung für den Posten des Zweiten Nationalratspräsidenten gerittert hatten. Sowohl der letztlich gewählte ÖAAB-Vertreter Michael Spindelegger als auch die knapp gescheiterte Justiz-Sprecherin Maria Fekter wären "hoch qualifizierte Kandidaten" gewesen. Leider habe man aber nur einen Posten zu vergeben. Der geschäftsführende Klubobmann Wilhelm Molterer betonte, der Klub habe Spindelegger "in großer demokratischer Reife kandidiert".
Spindelegger selbst sprach von einer großen Herausforderung und großen Ehre. Konzentrieren will er sich im Fall seiner "sehr wahrscheinlichen" Wahl vor allem darauf, das Parlament weiter zu öffnen. Als zweites großes Projekt gab er an, eine europäische Vernetzung der Parlamente anzustreben, um bei der europäischen Gesetzeswerdung früher mitwirken zu können. (apa/red)
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