Grüne für Misstrauensantrag gegen Gehrer:
'Chefverhandlerin lässt Schlimmes erahnen'
- Scheidende Ministerin leitet Bildungsgespräche
- Van der Bellen: Auch SPÖ soll Antrag unterstützen
·SPÖ und ÖVP einigen sich auf "Kassasturz"
'Automatisches Nulldefizit'
für '10 nicht zu erwarten
·Eurofighter-Frage bleibt Top-Streitthema
ÖVP gegen Ausstieg, SPÖ
sucht nach Alternativen
·Einigung auf Pflege-
verordnung ist durch
SP & VP für Legalisierung
von illegalen Hilfskräften
·Arbeits-Teams: Gruppe Soziales tagte
Gutes Klima, aber keine konkreten Ergebnisse
·Freundliche Töne bei Staatsreform-Runde
Keine "Totalrevision" der Verfassung angestrebt
·Guter Auftakt für Wirtschaftsgruppe
Häupl, Bartenstein wollen Resultate in zwei Wochen
·Vorzügliches Klima bei Gruppe Inneres!
Keine Übereinstimmung bei Zivildienstverkürzung
·Koalition: 10 Gruppen
& ihre Problemzonen
Klicken: Von Eurofighter bis zur Grundsicherung
·Zehn Verhandlungs- gruppen eingesetzt!
Klicken: Übersicht über Gruppen & Verhandler
Die Grünen wollen bei der konstituierenden Sitzung des Nationalrats am Montag im Rahmen einer Dringlichen Anfrage zum Thema "Bildungsnotstand" einen Misstrauensantrag gegen Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer einbringen. Gehrer hat zwar angekündigt, einer künftigen Regierung nicht mehr anzugehören, sie ist aber bei den Koalitionsgesprächen mit der SPÖ Chefverhandlerin für die ÖVP in Sachen Bildung und das ist für die Grünen "reiner Zeitverlust und lässt Schlimmes befürchten".
Grünen-Chef Alexander Van der Bellen erklärt im "Kurier", er wolle mit dem Antrag auch die SPÖ "unter Druck setzen", es handle sich um eine Nagelprobe.
Man wolle sehen, ob die SPÖ mit Gehrer weiter verhandeln wolle. Immerhin habe Gehrer eine Schlüsselrolle in der modernen Wachstumspolitik mit der Bildung, "aber sie hat über Jahre bewiesen, dass sie nicht mehr mag", so Van der Bellen. Jetzt verlasse sie die Politik, sei aber bei den Koalitionsgesprächen sogar als Chefverhandlerin dabei. Ein Misstrauensantrag der Grünen hat nur dann Chancen, angenommen zu werden, wenn er von SPÖ und FPÖ unterstützt wird.
Ob sich die SPÖ bei den angelaufenen Koalitionsverhandlungen noch einmal mit der ÖVP anlegt und die Atmosphäre gefährdet, ist fraglich. Nach der Geschäftsordnung des Parlaments sind allerdings SPÖ und ÖVP mit dringlichen Anfragen oder Anträgen an der Reihe. Die SPÖ könnte sich also aus der Affäre ziehen, indem sie selbst eine Dringliche zu irgend einem Thema stellt - oder auf eine der ÖVP hofft. Van der Bellen dazu: "Auf diese Art zwingen wir die beiden, wenigstens auf diese Weise zu kooperieren."
Die Grünen weisen ferner darauf hin, dass die SPÖ ja schon einmal einen Misstrauensantrag der Grünen gegen Gehrer unterstützt hat. Damals habe es aber keine ausreichende Mehrheit gegeben. Nun wäre dies aber bei Zustimmung von FPÖ und SPÖ möglich.
(apa/red)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Wahl in Ägypten13:31
Heftige ProtesteDemonstranten am Tahir-Platz. Feuerangriff auf Wahlkampfzentrale von Shafik.
Platter trifft David Alaba15:21
Platter blamiert sichLandeshauptmann mit Aha-Erlebnis bei David Alaba: "Sie können ruhig Deutsch mit mir reden"
