Landwirtschaftsminister Pröll kritisiert ÖVP-Kritiker: Diese Zurufe sind "entbehrlich"!
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In der Obmanndebatte innerhalb der ÖVP eilt jetzt Landwirtschaftsminister Josef Pröll dem Parteichef zu Hilfe. Wolfgang Schüssel solle die ÖVP weiter führen und das Koalitionsverhandlungsteam leiten, sagt Pröll in der "Presse". Die Kritiker weist er in die Schranken. Ihre Zurufe seien "entbehrlich".
Josef Pröll geht mit den parteiinternen Kritikern harsch ins Gericht. Vor allem Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl bekommt sein Fett ab. Leitl habe wohl vergessen, was er selbst nach der Wahl im Parteivorstand beschlossen habe. Dort sei Schüssel einstimmig das Vertrauen ausgesprochen worden. Leitls Forderung nach "neuen sympathischen Gesichtern" findet Pröll witzig - "ausgerechnet von einem, der selbst so lang dabei ist". Der Austausch von Gesichtern sei kein Allheilmittel.
Ungnädig geht Pröll auch mit "den anderen Herren" um, die der ÖVP in den letzten Tagen mit öffentlicher Kritik "schaden wollen". Die Zurufe des ehemaligen Generalsekretärs Michael Graff und des früheren EU-Landwirtschaftskommissar Franz Fischler bezeichnet er als "entbehrlich und grundfalsch in einer ganz sensiblen Phase, wo man ernsthaft verhandeln muss". Pröll: "Wir sind am Spielfeld und spielen ein wichtiges Match für Österreich. Und da schreien halt andere rein, die schon lange in der Kabine beim Duschen sind."
Während Pröll eine Personaldebatte ablehnt, verschließt er sich einer Sachdebatte freilich nicht. Als Leiter der "Perspektivengruppe" arbeitet er an einer Reform der ÖVP. Seine Arbeit beginnt der Minister mit einem Besuch in den Bundesländern, wo er "mit Funktionären und der Basis reden will", um "Druckpunkte herauszufiltern". (apa/red)
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