Linzer Bischof für Grundeinkommen:
Forderung der SPÖ ein "guter Ansatz"
- Schwarz: "Leistung nicht das höchste Ziel im Leben"
- Kluft zwischen Reich und Arm wird immer größer
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Zustimmung für ihr Konzept der Grundsicherung erhält die SPÖ nun auch von offiziellen Vertretern der römisch-katholischen Kirche. Der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz bezeichnete das SPÖ-Konzept als "guten Ansatz". "Sowohl die Grundsicherung als auch das Grundeinkommen sind gute Ansätze. Die politischen Parteien sollten sie ernsthaft diskutieren", sagte der Sozialbischof.
Schwarz stellte sich in diesem Zusammenhang hinter das Modell der Katholischen Sozialakademie, die ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Bewohner des Landes (nicht nur Staatsbürger) gefordert hatte. Nicht festlegen wollte sich Schwarz auf die Frage nach der Höhe dieses Einkommens.
Zum Einwand, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen leistungsfeindlich sei, meinte Schwarz im "Kurier": "Leistung ist nicht das höchste Ziel im menschlichen Leben. Arbeit ist sehr wichtig. Aber ihr Wert wird nicht geschmälert, wenn wir uns der Bedürftigen annehmen." Er wies darauf hin, dass die Kluft zwischen Reich und Arm in Österreich immer größer werde. "Ich beobachte eine generelle gesellschaftliche Entwicklung. Ein Teil der Menschen kommt nicht mehr mit, wird arbeitslos und nicht mehr entsprechend gefordert. Dadurch steigt die Armutsquote." Der Staat habe die Verantwortung dafür, Armen zu helfen, "damit sie jenen Lebensstandard erreichen, der eines Menschen würdig ist."
Warum immer weniger Katholiken die ÖVP und dafür Grüne und FPÖ wählen, wie das eine Untersuchung des Fessel-Gfk-Institutes ergeben hat, will Schwarz nicht beurteilen: "Es ist die persönliche freie Entscheidung jedes Einzelnen, welcher Partei er seine Stimme gibt. Darauf will ich keinen Einfluss nehmen."
(apa/red)
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