Schlag gegen organisierte Kriminalität in NÖ: Schlepperbande zerschlagen
- Vier Ukrainer von Polizei festgenommen - in Haft
- Mindestens 170 Personen nach Österreich geschleust
Ein Schlag gegen die organisierte Kriminalität ist den Ermittlern des Landeskriminalamtes Niederösterreich (LK NÖ) gelungen. Bei einer Autobahnraststation in Göttlesbrunn (Bezirk Bruck an der Leitha) wurden vier Ukrainer festgenommen. Die Männer sollen seit Oktober 2005 mindestens 170 Personen in Kleinbussen von der Ukraine und Moldawien über Ungarn und Österreich nach Italien bzw. Spanien befördert haben, berichtete die NÖ Sicherheitsdirektion.
Die vier dürften für eine größere kriminelle Vereinigung aktiv gewesen sein. Laut Exekutive wurden die illegalen Einwanderer in deren Heimatländern aufgegriffen und anschließend durch mehrere Länder an den geplanten Bestimmungsort geschleppt. Dafür sollen die Ukrainer und Moldawier 100 bis 250 Euro bezahlt haben. Der Festnahme der Täter waren längere Observationen vorausgegangen, erläuterte ein Polizist.
Die Schlepper waren mit 16 illegalen Einwanderern unterwegs. Diese gaben bei der Einvernahme an, jeweils 1.000 Euro für eine "Fahrt" bezahlt zu haben. Die vier Ukrainer wurden in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. (apa/red)
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