Frontalcrash: Riskantes Überholmanöver dürfte tödlichen Unfall verursacht haben
- 22-Jähriger geriet wahrscheinlich ins Schleudern
- NÖ: Für sechs Menschen kam jede Hilfe zu spät

Ein vermutlich durch ein riskantes Überholmanöver verursachter Verkehrsunfall hat auf der Weinviertler Bundesstraße in Obermallebarn (Bezirk Korneuburg) sechs Tote gefordert. Zwei Pkw waren frontal zusammengestoßen. Bei den Opfern handelte es sich um drei Kinder und drei Erwachsene.
Einer der Pkw, ein Seat mit Hollabrunner Kennzeichen, wurde von einem 22-Jährigen gelenkt. Im zweiten Fahrzeug, einem Hyundai mit Wiener Kennzeichen, befanden sich zwei Familienväter (51 und 44 Jahre alt), zwei Mädchen im Alter von zehn Jahren und ein siebenjähriger Bub, der auf dem Beifahrersitz gesessen war. Er war dort vermutlich in einem Kindersitz angeschnallt.
Der 22-Jährige dürfte bei einem Überholvorgang ins Schleudern geraten sein, ehe er mit seinem Pkw gegen das entgegenkommende Fahrzeug prallte. Die diesbezüglichen Ermittlungen waren vorerst noch nicht abgeschlossen. Der Motorblock des Hyundai wurde durch die Wucht des Zusammenstoßes in den Innenraum des Fahrzeuges gedrückt, so der ÖAMTC. Der Unfall ereignete sich an einer Stelle, wo die Straße von ein- auf zweispurig wechselt.
Die beiden Wracks befanden sich nach dem Unglück auf einer Sperrfläche. Die Straße war nass und teilweise mit Blättern bedeckt. Berichte, wonach zumindest einer der Lenker zu schnell unterwegs gewesen sei, wurden von der Behörde vorerst nicht kommentiert.
Die niederösterreichische Rettungsleitstelle LEBIG alarmierte Rotkreuz-Notarztwagen aus Korneuburg und Hollabrunn sowie den Notarzthubschrauber Christophorus 2. Außerdem wurden zwei Rettungsfahrzeuge aus Korneuburg zum Unfallort geschickt. Die Helfer konnten für die Opfer jedoch nichts mehr tun. Um den Angehörigen seelischen Beistand zu leisten, wurde ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes entsandt. (apa)
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