Klagenfurt ist "Hochburg der Neonazis": Israelisches Fernsehen sorgt für Aufregung
- TV-Kritik an Partnerschaft von Nazrat-Elit mit Kärnten
- Reporter: "Jörg Haider, der Diktator von Österreich"
Im Zweiten Kanal des israelischen Fernsehens wurde eine polemische Kritik an der Partnerschaft zwischen den Städten Nazrat-Elit (bei Nazareth) in Israel und Klagenfurt veröffentlicht: Zwei Reporter besuchten das Holocaust-Museum in der nordisraelischen Stadt und sprachen dort mit einem Holocaustüberlebenden. "Ich habe Albträume bei der Vorstellung, dass meine Stadt (Nazrat-Elit) Kontakte mit einer Hochburg der Neonazis (Klagenfurt) unterhält", erklärte dieser.
Daraufhin stellten die Reporter den seit 30 Jahren amtierenden Bürgermeister von Nazrat-Elit, Menachem Ariav zur Rede. Vor laufender Kamera stritten die Reporter mit ihm. Der Bürgermeister, selbst ein Holocaust-Überlebender, weigerte sich standhaft, der Aufforderung der Reporter nachzukommen und die Städtepartnerschaft mit Klagenfurt aufzukündigen. Als er versuchte, den Reportern zu erklären, wieso ihm die Partnerschaft so wichtig sei, wurde ihm kurzerhand das Wort entzogen.
Einer der Reporter telefonierte daraufhin mit einem Sprecher der Stadt Klagenfurt und bat in gebrochenem Deutsch darum, "mit Jörg Haider, dem Diktator von Österreich" verbunden zu werden. Geduldig antwortete der Sprecher aus Klagenfurt, dass der Kärntner Landeshauptmann kein Diktator und schon gar nicht ein "Diktator von Österreich" sei.
An die Adresse des Bürgermeisters und des Stadtrates von Nazrat-Elit wandten sich dann die Reporter mit der Aufforderung, sich vielleicht doch lieber andere Städte auszusuchen, um auf Kosten der Bürger "Urlaubsreisen" dorthin zu machen.
(apa/red)
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