Donnerstag, 25. Jänner 2007

Die Österreicher sind Grippe-Impf-Muffel:
Ärzte rufen zur Vorsorge beim Imfpen auf!

  • Wiener Ärzte: Die Kinder sind Schlüsselpersonen!
  • Influenza wird immer noch viel zu oft unterschätzt!

Sich rechtzeitig gegen die "echte" Grippe zu impfen, dazu haben führende Wiener Ärzte heute aufgerufen. Denn "die nächste Influenzawelle kommt bestimmt", warnte Univ.-Prof. Dr. Michael Kunze. Besonders Risikogruppen wie Schwangere, Kinder, chronisch Kranke und ältere Menschen sollten rechtzeitig für Schutz sorgen, so der Mediziner.

Jährlich sterben in Österreich von etwa 400.000 Grippe-Kranken bis zu 3.000 Menschen an Influenza und deren Folgekrankheiten, führte Kunze aus. "Die Risikogruppen müssen geimpft werden, alle anderen sollen", sagte er. "Bei einer Infektionskrankheit, die durch Händeschütteln oder Bussi-Geben übertragen werden kann", ist Impfen laut Kunze eine "Leistung für die Allgemeinheit". Damit "schütze ich nicht nur mich selbst, sondern auch andere".

Wenige lassen sich impfen
Influenza sei eine "schwere Krankheit", sagte die Virologin Heidemarie Holzmann. "Kinder sind dabei oft Schlüsselpersonen für die Ausbreitung", sagte sie, "wer sie impft, schützt auch Senioren und Schwangere."

Besorgt zeigten sich die Ärzte über die in Österreich sehr geringe Impfbeteiligung von 13 bis 18 Prozent, im Gegensatz zu "Vorzeigeländern" wie Kanada mit rund 34 Prozent.

(apa/red)

25.1.2007 12:14