Initiative Pro-ÖGB gegründet: Sinowatz und Krejci leiten Verteidigung der Gewerkschaft
- Auch Alz-Bürgermeister Zilk trat neuer Bewegung bei
- Auswertung der Mitgliederbefragung im Vordergrund
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Eine "Initiative zur Verteidigung der Gewerkschaftsbewegung" will den ÖGB unterstützen. Galionsfigur ist der frühere SPÖ-Bundeskanzler Sinowatz. Gegründet wurde die Initiative auf Anregung des früheren IV-Generalsekretärs Krejci. Der Ex-Chef der Österreichischen Nationalbank, Mit-Initiator Kienzl, verteidigte den Rücklauf bei der Mitgliederbefragung - er sprach von 160.000 eingelangten Fragebögen.
Seit etwa zwei Wochen existiere die Initiative bereits, so Kienzl, am 15. November werde man voraussichtlich an die Öffentlichkeit treten. 200 bekannte Persönlichkeiten habe man aufgefordert, beizutreten, darunter auch den ehemaligen Wiener Bürgermeister Zilk. "Alles Leute, die von der Gewerkschaft nichts brauchen und nichts wollen", erklärt Kienzl den Personenkreis, man werde auch mit konstruktiver Kritik nicht sparen. Die Idee zur Initiative soll Krejci gehabt haben. "Er hat sich laut über einige Gemeinheiten im Zusammenhang mit dem ÖGB geäußert", erzählt Kienzl, also habe man beschlossen, etwas zu unternehmen.
Nun gelte es einmal, die Auswertung der ÖGB-Mitgliederbefragung abzuwarten. "Eigentlich ein ganz gutes Ergebnis", verteidigte er die ihm kolportierte Zahl. Den medialen Umgang mit dem erwarteten schwachen Ergebnis kritisierte man zugleich in einer Aussendung: "Der scheinbar niedrige Prozentsatz der Antworten auf die Umfrage des ÖGB bei seinen Mitgliedern entspricht durchaus der Norm", heißt es dort. In der Umfrageforschung sei allgemein bekannt, dass bei schriftlichen Befragungen der Rücklauf durchschnittlich zehn bis 15 Prozent beträgt. (apa)

