Tennis-Fans in Linz dürfen sich freuen: Scharapowa reist in bestechender Form an
- Russin gewann in Zürich Finale gegen Hantuchova
- Linz: Bammer und Paszek einzige ÖTV-Spielerinnen
Mann der Rekorde: Nächste Bestmarke für Federer

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Die Linzer Tennis-Fans dürfen sich auf eine Maria Scharapowa in Topform freuen. Die 19-jährige Russin bezwang im Finale zweier Linz-Starterinnen die Slowakin Daniela Hantuchova 6:1,4:6,6:3 und holte damit bereits ihren vierten Titel in diesem Jahr. Nach Indian Wells, San Diego und dem zweiten Grand-Slam -Sieg ihrer Karriere bei den US Open hat sie nun erstmals auch in Zürich gewonnen.
Hantuchova war im ersten Satz chancenlos, holte in Zürich in der Pause zwischen den Sätzen aber ihre Mutter zur Beratung auf den Court. Im zweiten Durchgang agierte die Slowakin dann weit positiver. Nach Abwehr von fünf Bällen zum Rebreak von Scharapowa bei 5:4 erzwang Hantuchova den dritten Satz. Danach kehrte Scharapowa aber wieder zu ihrer aggressiven Spielweise vom ersten Satz zurück und holte ihren insgesamt 14. Titel.
Auch Hantuchova bilanzierte aber positiv, immerhin hatte sie ihr erstes Endspiel seit über einem Jahr (Juli 2005 Los Angeles) erreicht. Auf ihren zweiten Titel nach Indian Wells (2002) muss die schlanke Daniela aber weiter warten.
In Linz blieb es übrigens bei Sybille Bammer und Tamira Paszek als einzige ÖTV-Vertreterinnen im Einzel-Hauptbewerb. Auch Yvonne Meusburger und Daniela Kix schieden am Sonntag in der zweiten Quali- Runde jeweils in zwei Sätzen aus, womit alle fünf Österreicherinnen in der Ausscheidung auf der Strecke geblieben sind.
Federer stellt Rekord auf
Der Weltranglistenerste Roger Federer hat das Masters-Series-Turnier in Madrid gewonnen und eine weitere Bestmarke in seiner einzigartigen Karriere aufgestellt. Der Tennisprofi aus der Schweiz setzte sich im Finale der mit 2,082 Millionen Euro dotierten Veranstaltung mit 7:5,6:1,6:0 gegen den Wien-Finalisten Fernando Gonzalez (CHI) durch und feierte in der spanischen Hauptstadt seinen 10. Turniersieg 2006. Der 25-Jährige ist damit der erste Spieler der "Open Era", der zehn oder mehr Turniere in drei aufeinander folgenden Jahren gewonnen hat.
2004 und 2005 hatte sich der Ausnahmekönner jeweils elf Titel gesichert. Trotz seiner Niederlage hat der 26-jährige Gonzalez noch die Chance, sich für das Saisonfinale der acht besten Profis im November in Shanghai zu qualifizieren. Bisher stehen nur Federer und der spanische Weltranglisten-2. Rafael Nadal, in Madrid im Viertelfinale am Tschechen Tomas Berdych gescheitert, als Teilnehmer beim Masters-Cup (12. bis 19. November) fest.
"Ich habe die vergangenen zwei Turniere wegen Müdigkeit bzw. einer Verletzung verpasst. Es war großartig, hierher zu kommen und zu gewinnen", freute sich Federer. "Es ist ein großartiger Tag in meiner Karriere." Für Federer, der im Finale gegen Gonzalez nur im ersten Satz etwas Mühe hatte, war es der vierte Masters-Series-Turniersieg in diesem Jahr und der insgesamt 12., womit er in dieser Turnierserie nun im der "Ewigen-Besten-Liste" hinter Andre Agassi (17) an zweiter Stelle liegt.
Der Schweizer ist nun schon 19 Spiele ungeschlagen und hat eine 82:5-Bilanz in diesem Jahr.
(apa/red)
