Drohgebärden im Pazifik: Japan plant die Überwachung von Schiffen nach Nordkorea
- Ausländische Truppen sollen Entdeckungen prüfen
- Japan fühlt sich durch Atomwaffentest direkt bedroht
Japan will einem Zeitungsbericht zufolge im Rahmen der jüngst beschlossenen UN-Sanktionen gegen Nordkorea den Schiffsverkehr vor der eigenen Küste schärfer überwachen. Einem Bericht der Zeitung "Yomiuri Shimbun" zufolge erwägt das Land den Einsatz von Marine- und Luftwaffe, um verdächtige Schiffe auf dem Weg nach Nordkorea aufzuspüren.
Dies sei ein Thema während des Besuchs von US-Außenministerin Condoleezza Rice in Tokio vor wenigen Tagen gewesen, berichtete das Blatt am Sonntag. Demnach sind Kontrollen an der West- und Südküste Japans geplant. Da Japans Verfassung militärische Einsätze nur im Falle von Selbstverteidigung erlaubt, sollten mögliche Entdeckungen an ausländische Truppen weiter gegeben werden.
Rice hatte Japan bei ihrem Besuch in Tokio "die volle Bandbreite" des strategischen Bündnisses zugesichert. Japan fühlt sich durch den nordkoreanischen Atomwaffentest direkt bedroht und diskutiert erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg offen über eine atomare Bewaffnung.
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte gegen Nordkorea zuletzt ein umfangreiches Rüstungsembargo erlassen und angeordnet, dass die Im- und Exporte des Landes auf Bestandteile für Massenvernichtungswaffen geprüft werden
(apa/red)
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