US-Sender NBC enthüllt: Nordkoreanisches Regime plant nun ganze Serie von Atomtests
- Pjöngjang habe China über Vorhaben informiert
- Außenministerin Rice will Sechs-Nationen-Gespräche
·Pjöngjang droht mit
gnadenlosen Schlägen
US-Satelliten registrierten
Pläne zu 2. Atomtest
·USA: Nordkorea plant
noch einen Atomtest!
Außenministerin Rice auf Werbetour für Sanktionen
·Nordkorea: Rice zu Gesprächen in Japan
Weitere Stationen Seoul, Peking und Moskau
·Zivilbevölkerung in Nordkorea leidet
Nach Sanktionen droht
nun Hungersnot im Winter
·Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind
18.000 Kinder sterben täglich an Unterernährung
Ungeachtet internationaler Sanktionen plant Nordkorea offenbar eine ganze Serie unterirdischer Atomwaffentests. Das Militär des ostasiatischen Landes habe seinen engsten Verbündeten China über dieses Vorhaben informiert, berichtete der US-Sender NBC. Später wird US-Außenministerin Rice in Japan zu Gesprächen über den nordkoreanischen Atomwaffentest erwartet.
Bei dem Treffen geht es um eine möglichst breite Durchsetzung von Sanktionen gegen Nordkorea, das am 9. Oktober erstmals eine Atomwaffe getestet hatte. Der UNO-Sicherheitsrat hatte eine Resolution verabschiedet, die Strafmaßnahmen gegen Pjöngjang vorsieht.
USA plädieren für Deeskalation
Angesichts der Gefahr eines atomaren Wettrüstens in Ostasien haben sich die USA für eine Deeskalation im Konflikt mit Nordkorea ausgesprochen. Zum Auftakt ihrer Asienreise warb Außenministerin Condoleezza Rice am Mittwoch in Tokio zwar für eine entschlossene Umsetzung der UN-Sanktionen gegen Nordkorea. Sie betonte aber auch: "Die Vereinigten Staaten haben kein Bedürfnis, diese Krise zu eskalieren."
Rice traf zunächst mit Außenminister Taro Aso zusammen, der den Befürchtungen eines Wettrüstens neuen Auftrieb gegeben hatte. Aso sprach sich vor einem Parlamentsausschuss für eine "offene Diskussion" über eine japanische Nuklearoption aus und sagte: "Wenn ein Nachbarland Atomwaffen haben wird, kann man es nicht ablehnen, diese Frage in Erwägung zu ziehen."
Die amerikanische Außenministerin bekräftigte vor diesem Hintergrund die Verteidigungsgarantie für Japan, wo die USA 50.000 Soldaten stationiert haben. Eine ähnliche Erklärung wird auch in Südkorea erwartet, der zweiten Station der Asienreise von Rice.
Die am Samstag verabschiedete UN-Resolution untersagt es allen Mitgliedsländern, Waffensysteme und Güter zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen nach Nordkorea zu liefern. Die Mitgliedstaaten werden auch zu entsprechenden Inspektionen aufgerufen, deren Umsetzung im Detail aber noch unklar ist. Zu Bedenken in Japan, dass sich daraus eine kriegerische Entwicklung ergeben könnte, sagte Rice: "Dies ist keine Blockade oder Quarantäne." Die USA planen die Durchsuchung nordkoreanischer Schiffe, Japan will dazu nach Zeitungsberichten die Unterstützung seiner Marine anbieten.
(APA/red)
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