Island durchbricht Walfangverbot: Finwal wurde zu kommerziellen Zwecken harpuniert
- Erste Verletzung des Moratoriums seit 1985
Nach Islands Ankündigung zur Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs haben isländische Fischer den ersten Finnwal getötet. Das Tier sei von dem neu gebauten Schiff Hvalur 9 getötet und in eine Anlegestation gebracht worden, berichtete die isländische Zeitung "Morgunbladid".
"Es ist der erste Wal, der seit der Ankündigung zur Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs, getötet worden ist", sagte Rune Froevik, Sprecher des in Norwegen ansässigen Fischereiverbandes High North Alliance. Der Wal sei rund 20 Meter lang und westlich von Island gefangen worden.
Island hatte zuvor angekündigt, nach mehr als 15 Jahren Pause den kommerziellen Walfang wieder aufzunehmen. 30 Minkwale und neun Finnwale sollen bis kommenden August zur Jagd freigegeben sein. Die EU-Kommission forderte Island auf, die geplante Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs zu überdenken. Wale seien Teil des "fragilen" biologischen Gleichgewichts der Meere; würden sie gejagt, werde das Gleichgewicht empfindlich gestört. Froevik sagte hingegen, die Bestände um Island herum seien stark genug und nicht gefährdet. Andere Behauptungen seien Propaganda.
(apa/red)
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