Mittwoch, 18. Oktober 2006

Überschwemmungen, heftige Stürme & Regen: Notstand auf griechischen Inseln

  • Fährverbindungen in der ganzen Region eingestellt
  • Getrübte Urlaubsfreuden auch an türkischer Küste

Nach heftigen Überschwemmungen ist auf Kreta und zwei weiteren griechischen Ägäis-Inseln der Notstand ausgerufen worden. Im Nordwesten Kretas wurden nach Angaben des Zivilschutzes dutzende Häuser, Hotels und Geschäfte überschwemmt. Von der gesamten Nordküste der Urlauberinsel, aus Heraklion und Rethymnon, wurden Sturm- und Flutschäden gemeldet.

Auch die Inseln Astypalaia und Leros waren betroffen. Angesichts der riesigen Massen an Schlamm, die durch die Regenfälle entstanden, sei es ein Wunder, dass niemand getötet wurde, sagte Ägäis-Minister Aristotelis Pavlidis im staatlichen Fernsehen.

Auf Astypalaia retteten Polizisten einen älteren Mann, der von den Wassermassen mitgerissen worden war. Zahlreiche Straßen auf der Insel waren durch Erdrutsche blockiert. Noch immer hielt das stürmische und schlechte Wetter an.

Die Flugverbindungen zwischen den Inseln Rhodos und Kastellorizo wurde eingestellt. Die meisten Fährverbindungen waren unterbrochen. Die südliche Ägäis war von einer Sturmfront mit Böen bis Windstärke zehn getroffen worden.

Getrübte Urlaubsfreuden auch in der Türkei
Auch in der Türkei sorgten Herbststürme und Dauerregen für getrübte Urlaubsfreuden. In der Mittelmeerprovinz Antalya und an der Ägäisküste gab es Überschwemmungen und Stromausfälle. In Touristenstädten wie Antalya und Marmaris wurden dutzende Häuser und Geschäfte überflutet, wie türkische Medien berichteten.

In der Nordägäis und im Marmarameer vor den Toren Istanbuls wurde der Fährverkehr durch die aufgepeitschte See behindert. Bei Windstärken von 60 bis 70 Stundenkilometern stellten einige Fährschiffe den Betrieb ein. (APA)

18.10.2006 14:44