18 Millionen unter der Armutsgrenze:
Jedes vierte Kind in Osteuropa lebt in Armut!
- Große regionale Unterschiede, gemeinsame Probleme
- UNICEF: "Kinderarmut sollte die Sorge Nr.1 sein!"
·Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind
18.000 Kinder sterben täglich an Unterernährung
Rund 18 Millionen Kinder leben in Südosteuropa und der GUS-Region mit weniger als 2,15 US-Dollar (1,72 Euro) pro Tag, jedes vierte Kind lebt in Armut. Diese Zahlen ergab der UNICEF- Osteuropa-Report 2006, bei dem die Kinderarmut in 20 Staaten untersucht wurde. Laut der Organisation haben Kinder vom Wirtschaftsaufschwung in den Regionen nicht in dem Ausmaß profitiert wie andere Bevölkerungsgruppen.
Auffällig sind laut der Studie die regionalen Unterschiede: Während in Bosnien-Herzegowina fünf Prozent der bis 15-Jährigen in Armut leben, sind es in Kirgistan oder Tadschikistan rund 80 Prozent. Besonders betroffen seien Familien mit mehr als zwei Kindern.
Die durchschnittlichen öffentlichen Ausgaben für Gesundheit und Bildung sind laut der Organisation in vielen Ländern niedrig geblieben und wurden seit 1998 nicht mehr erhöht. Auch Fortschritte in anderen Bereichen wie Kindersterblichkeit oder Zugang zu Trinkwasser bezeichnete die UNICEF als "schleppend".
"Kinderarmut sollte die Sorge Nummer Eins von Regierungen in dieser Region sein", sagte Maria Calivis, UNICEF-Regionaldirektorin für Osteuropa. "Die Zukunft dieser Region ist untrennbar mit dem Wohlergehen der Kinder verbunden. Wenn alle diese Länder ihr volles Potenzial erreichen wollen, dann muss es angemessene Investitionen in Leistungen für Kinder geben."
(apa)
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