Samstag, 21. Oktober 2006

Gastinger übt im "profil"-Talk Kritik an
Westenthaler: "Er tut dem BZÖ nicht gut"

  • "4,1 % hätten wir Langweilertruppe allemal geschafft"
  • Ministerin würde auch gern in Großer Koalition bleiben

In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" übt Justizministerin Karin Gastinger heftige Kritik an ihrem ehemaligen Parteichef Peter Westenthaler. Der Wahlkampf-Kurs des BZÖ-Obmanns sei der Grund für ihren Partei-Austritt kurz vor der Wahl gewesen. Westenthalers Wahlkampf sei "diskriminierend, populistisch und menschenverachtend" gewesen. "Die Linie, die Westenthaler der Partei aufgezwungen hat, halte ich für falsch. Ich finde, er tut dem BZÖ nicht gut", so Gastinger. Das BZÖ habe bei seiner Gründung einen liberalen und sozialen Anspruch gestellt, nun stehe das BZÖ weit rechts der Mitte. "Ursula Haubner, Hubert Gorbach und ich sind vielleicht fad. Aber die läppischen 4,1 % hätten wir Langweilertruppe mit unserem Kurs allemal geschafft", so Gastinger.

In den Wochen vor ihrem Austritt hätte sie als Spitzenkandidatin des steirischen BZÖ für eine Partei wahlgekämpft, deren Ziele sie nicht mehr vertreten konnte. "Ich war Vize-Parteichefin einer Bewegung, von der ich wusste, dass ich sie nicht mehr wählen kann." Was sie stattdessen gewählt habe, verrät sie nicht.

Ihren Job als Justizministerin würde Gastinger gern behalten: "Wenn ich als parteifrei unabhängige Justizministerin in einer Großen Koalition gefragt bin, stehe ich gern zur Verfügung." Ihre Welt, so die ehemalige BZÖ-Politikerin, gehe "aber auch nicht unter, wenn mich niemand anruft."

Die gesamte Story finden Sie im aktuellen "profil"!

21.10.2006 10:49