Ex-VP-General fordert im NEWS-Interview Kanzler-Rücktritt: "Schüssel muss gehen!"

  • Nach Wahldesaster spricht Michael Graff Klartext
  • Sofortiger Abschied Schüssels aus Politik verlangt

Das Gezerre um die Große Koalition bringt nun ÖVP-Chef Bundeskanzler Wolfgang Schüssel erstmals in der eigenen Partei unter scharfe Kritik. Im aktuellen NEWS meldet sich der 1987 über die Waldheim-Affäre gestolperte legendäre Ex-Generalsekretär der ÖVP, Michael Graff, unmissverständlich zu Wort: "Ich finde, Schüssels Freunde sollten ihm dringend sagen: Wolfgang, bitte geh. Schüssel kann in der gegenwärtigen Situation nichts mehr bringen als eine fürchterliche Polarisierung."

Graffs Analyse des Wahlergebnisses vom 1. Oktober: "Das ‚G`hört sich’ hätte es verlangt, dass man in einer solchen Situation ernstlich seinen Rücktritt erklärt und nicht durch irgendwelche vagen Formulierungen die Partei dazu bringt, einstimmig ihn zu bitten: ‚Bitte, bitte, lieber Himmelvater, mach doch weiter.’"

Graffs Schlussfolgerung: "Ich sage: Schüssel muss gehen. Er hat einen Scherbenhaufen angerichtet - nach vielen großen Leistungen. Er kann jetzt nicht mehr weiter herum tricksen, es soll sich endlich ausgetrickst haben. Es gehört eine klare Dokumentation des politischen Willens her, dass SPÖ und ÖVP gemeinsam arbeiten und koalieren wollen."

Graff verlangt Schüssels sofortigen Abschied aus der Politik: "Dann soll die ÖVP einen neuen Obmann wählen, den jungen Pröll oder sonst wen, und dann erst soll dieser neue Obmann die neue Regierung aushandeln. Der Hoffnungsträger der Partei, der junge Pröll, wurde aber von Schüssel auf das Ersatzbankerl verwiesen. Das ist lächerlich."

Das ganze Interview lesen Sie im aktuellen NEWS!

18.10.2006 13:23
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