Grünen-Kritik an SPÖ und ÖVP: "Man kann nicht so lange wählen, bis Ergebnis passt!"
- VP sieht Wahlergebnis als "Verwirrtheit der Wähler"
- SP rückt in Verhandlungen von "Kernaussagen" ab
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Mit den derzeit um eine Große Koalition ringenden SPÖ und ÖVP "nicht glücklich" hat sich Grünen Bundessprecher Alexander Van der Bellen gezeigt. Er habe kein Verständnis dafür, dass "die derzeitige Spitze der ÖVP den Wahlausgang als geistige Verwirrtheit der Wähler ansieht". Es könne nicht sein, "dass wir so lange wählen, bis das Ergebnis passt", rief Van der Bellen die ÖVP auf, den Wahlausgang zu akzeptieren.
Der SPÖ hielt der Grüne Parteichef vor, ihre Wahlversprechen über Bord geworfen zu haben. Es sei klar, dass die Roten nicht alle ihre Forderungen umsetzen könnten, dass jetzt aber "alles verhandelbar ist", stieß bei Van der Bellen auf Kritik. Die Sozialdemokraten hätten im Wahlkampf "das Blaue vom Himmel versprochen", würden jetzt aber sogar von "Kernaussagen" abrücken.
Insgesamt zeigte sich Van der Bellen daher mit "keiner der beiden Parteien glücklich", obgleich er anmerkte, dass "es ein Wunder wäre, wenn es so wäre". Die gegenseitigen Drohgebärden zwischen Rot und Schwarz bezeichnete er als "wechselseitiges Auffahren von Kanönchen". (apa/red)
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