Wie im Wilden Westen: Falsche Zivilstreife mit Pistolen knöpft Bulgaren 18.000 Euro ab
- Oberösterreich: Zweiter Fall innerhalb von elf Tagen
- Fahndung nach drei Verdächtigen und dunklem Audi
Eine falsche Zivilstreife auf der Innkreisautobahn (A8) in Oberösterreich hat in der Nacht auf Sonntag zwei Bulgaren beraubt. Die falschen Polizisten bedrohten die Autoinsassen mit einer Pistole und nahmen ihnen 18.000 Euro und ihre Handys ab. Dann fesselten sie die Bulgaren ans Auto. Die Sicherheitsbehörden fahnden nach drei Verdächtigen.
Gegen 2.00 Uhr früh stoppte die falsche Zivilstreife das bulgarische Fahrzeug bei Ried im Innkreis mit einem roten Anhaltestab. Zwei der falschen Polizisten stiegen aus dem Wagen und begannen, den Pkw zu kontrollieren. Plötzlich zogen die falschen Beamten Waffen und forderten Geld und die Handys der Pkw-Insassen. Die Bulgaren händigten den "Polizisten" ihre Mobiltelefone und 18.000 Euro aus. Mit dem Geld wollten sie laut eigenen Angaben in Deutschland zwei Autos kaufen. Dann fesselten die falschen Polizisten in Zivil den Fahrer mit Handschellen ans Lenkrad, der Beifahrer wurde am Türgriff "angekettet".
Einer der beiden Bulgaren konnte sich wenig später befreien und über eine Notrufsäule die Polizei verständigen. Laut Aussagen der Überfallenen dürfte ein Mann im Fluchtauto gesessen sein, zwei weitere führten den Überfall durch. Danach flüchteten sie mit einem dunklen Fahrzeug - vermutlich einem Audi A4. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein.
Erst vor elf Tagen war - ebenfalls auf der Innkreisautobahn - ein Slowake von einer falschen Zivilstreife überfallen und ausgeraubt worden. Auch damals wurde das Opfer an das Lenkrad gefesselt. Die Beute: 6.000 Euro, eine Fahndung blieb auch beim letzten Mal ohne Erfolg.
(apa/red)
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