Klasnic übergibt jetzt Pflege-Bericht: Laufende Pflegegeld-Valorisierung gefordert
- Bericht nun Koalitionsverhandlern weitergegeben
Der Abschlussbericht des Arbeitskreises "Pflege und Altenbetreuung" wurde finalisiert den Koalitionsverhandlern weitergegeben. Waltraud Klasnic, die die Leitung der vor den Wahlen von Bundeskanzler Schüssel initiierten Arbeitsgruppe übernommen hatte, wird vorerst nicht bei den Gesprächen im Rahmen der Koalitionsverhandlungen dabei sein, sagte sie der APA.
Allerdings: "Was in zwei Wochen ist, weiß man nicht." "Zukunft denken" lautet der Titel des 120 Seiten umfassenden Abschlussberichts, der als Entwurf der APA vorliegt. Das Papier werde den derzeit verhandelnden Parteien SPÖ und ÖVP "zur Verfügung gestellt". Klasnic: "Man wird es zumindest als Grundlage nehmen." Dass es dort Konsens geben werde, ist die ehemalige steirische Landeshauptfrau zuversichtlich, immerhin sei ihre Arbeitsgruppe parteienübergreifend zusammengesetzt gewesen.
Ungefähr 150 Teilnehmer haben seit Mitte August an "kurz- und mittelfristigen Lösungen" gearbeitet - neben Ministerien und Abgeordneten auch verschiedene Hilfsorganisationen, die Seniorenverbände und die Sozialpartner. Hauptforderung in dem Papier, dem "kontroversielle Diskussionen" vorangegangen waren: Pflege soll leistbar sein. "Das Pflegegeld soll regelmäßig, indexgebunden valorisiert werden", heißt es.
Die Frist für eine Antragstellung sowie die Verfahren sollen verkürzt werden. Auch Demenzkranke, so die Überlegung, solle man in der Einstufung stärker berücksichtigen. Allgemein werden klarere Betreuungsrichtlinien gefordert. Vor allem auf mobile Dienste werde man in Zukunft noch mehr setzen. Verlangt wird nun in dem Papier ein "flächendeckendes und gut ausgebautes System an Entlassungsmanagement", das die weitere Betreuung nach einem Spitalsaufenthalt zu Hause regelt. (APA)
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