Freitag, 13. Oktober 2006

Der Speiseplan der Österreicher verändert:
Vor 50 Jahren viel weniger Fleisch am Tisch

  • Essgewohnheiten im Wandel: Fleisch wird beliebter
  • Vor 50 Jahren: Deutlich weniger Obst und Gemüse

Der Speiseplan der Österreicher hat sich in den vergangenen 50 Jahren von Grund auf geändert. War vor einem halben Jahrhundert etwa Fleisch noch ein sehr teures Gut, das man sich höchstens für den Sonntagsbraten am Wochenende leisten konnte, essen die Österreicher heute oft zu viel davon.

Aber auch Südfrüchte, Eier und Fisch kamen früher nur bei besonderen Anlässen auf den Tisch, wie die Statistik Austria berichtet. Entsprechend niedrig lag vor 50 Jahren der Fleischverbrauch. Durchschnittlich 47 Kilo verputzte der Österreicher im Jahr. Ein halbes Jahrhundert später hat sich diese Zahl mit 100 Kilo mehr als verdoppelt.

Positiv: Heute mehr Gemüse
Parallel dazu hat aber auch der Verbrauch der Vitaminspender Obst und Gemüse von 116 Kilo auf 200 Kilo im Jahr stark zugelegt. Abgenommen hat der Konsum von Trinkmilch (34 Prozent weniger), Getreideprodukten (minus 36 Prozent) und Erdäpfel (40 Prozent weniger).

Alkoholliebhaber
Beim Konsum alkoholischer Getränke haben die Österreich deutlich zugelegt. Tranken die Bewohner der Alpenrepublik vor einem halben Jahrhundert durchschnittlich 61,5 Liter Bier so waren es 2005 bereits 112,3 Liter. Beim Wein sieht es ähnlich aus: Hier stieg der Verbrauch von 16,7 auf 29,8 Liter. Verglichen mit 1990 ist haben sich die Österreicher aber am Riemen gerissen. Damals haben sie gleich 120,2 Bier und 34 Liter Wein hinuntergespült. (apa/red)

13.10.2006 12:39