Freitag, 13. Oktober 2006

Heuer darf 'geklotzt' werden: Uhren sind
jetzt Schwarz, goldfarben & vor allem riesig

  • Aktuelle Zeitmesser lassen 80er-Jahre auferstehen
  • Steine und mehrfärbige Ziffernblätter als Eyecatcher

In Sachen Schmuck und Uhren darf heuer "geklotzt" werden. Zeitmesser fürs Handgelenk sind jetzt so groß wie schon lange nicht mehr. Weitere Trendthemen sind Schwarz und Gold. Viele Details lassen an den Accessoire-Kult der achtziger Jahre denken.

"Bei Uhren ist die Formensprache speziell im Damenbereich zur Zeit sehr auffällig", erläuterte Martin Schaufler, Geschäftsführer der internationalen Uhrenvertriebsfirma Egana, die Trends im Accessoirebereich. Modische Damenuhren haben die Größe von Herrenuhren locker eingestellt. "Viele Modelle sind mit zahlreichen Steinen besetzt oder haben mehrfärbige Ziffernblätter", so Schaufler. Echte Eyecatcher also.

Schwarz ist Trendfarbe
Es geht aber auch ohne bunt gemixte Farbenvielfalt: Schwarz heißt ein weiteres wichtiges Thema. Bis vor kurzem hätte Schmückendes in der Nichtfarbe hauptsächlich bei Jugendströmungen wie Gothics oder Gruftis Anklang gefunden. "Schwarz war zwar in der textilen Mode immer stark präsent. Bisher schreckte der Konsument aber vor schwarzen Accessoires zurück", sagte Schaufler. Jetzt gibt es sogar die rundum schwarze Uhr, bei der auch das Gehäuse Trauer trägt. Aufgelockert werden manche Modelle durch Applikationen wie weiße Steine. "Auch schwarzer Schmuck ist ganz neu und absolut in", berichtete Schaufler. Der letzte Schrei: Kreationen aus geschwärztem Silber.

Gold wieder in
Auch die Farbe Gold war im Bekleidungsbereich immer wieder ein Thema, bis hin zu Taschen und Schuhen. "Beim Schmuck hatte sich Gold als Trend außer im ganz klassischen Bereich bisher nicht so durchgesetzt. Aber ab dieser Saison ist die Nachfrage wieder riesengroß", sagte Schaufler.

Preisgünstige Kreationen beliebt
Weil die Mode immer schnelllebiger ist und Trends öfter wechseln als früher, wünschen sich viele Kunden aber preisgünstige Kreationen. Deshalb haben sich Uhren- und Schmuckhersteller auf etwas besonnen, was in den achtziger Jahren sehr "in", später aber eher verpönt war: vergoldetes Silber. (APA/red)

13.10.2006 12:18