Neue Studie zeigt: Klimawandel führte regelmäßig zum Aussterben von Säugetieren
- Passiert im Schnitt alle zweieinhalb Millionen Jahre
- Fossile Überreste von 132 Nagetieren untersucht

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Natürlicher Klimawandel hat in der Geschichte der Erde regelmäßig zum Aussterben von Säugetierarten geführt. Das ergab eine Studie von Wissenschaftern der Universität Utrecht in den Niederlanden, die in der britischen Wissenzeitschrift "Nature" veröffentlicht wurde.
Die Forscher hatten an drei Orten in Spanien die fossilen Überreste von 132 Nagetierarten untersucht. Die zwischen zweieinhalb Millionen und 24,5 Millionen Jahre alten Fossilschichten gaben Aufschluss darüber, wann Arten ausstarben und sich neue entwickelten. Es habe sich gezeigt, dass Klimaänderungen, die durch leichte Unregelmäßigkeiten bei Erdachse und -umlaufbahn verursacht würden, immer wieder einzelne Arten auslöschten, berichteten die Wissenschafter. Säugetierarten starben im Schnitt alle zweieinhalb Millionen Jahre aus.
Da die Erdumlaufbahn kein perfekter Kreis, sondern leicht elliptisch ist, ist der Abstand zur Sonne und damit die Wärmestrahlung auf die Erde nicht immer gleich. Auch die nicht vollständig gerade Erdachse sowie deren leichte Neigung sorgen für wiederkehrenden Klimawandel. Die Wissenschafter stellten zwei große Wellen des Aussterbens von Nagetieren fest, die mit der Beschaffenheit von Erdumlaufbahn und Erdachse im Zusammenhang standen.
Bei der einen habe das Artensterben alle 2,4 Millionen Jahre eingesetzt, bei einer anderen jede Million Jahre. In diesen Phasen starben demnach jeweils rund fünf Nagerarten über einen Zeitraum von 100.000 Jahren aus. Es hätten sich jedoch immer wieder neue Arten entwickelt, so dass immer rund 15 Nagetierarten die untersuchten Gebiete bevölkerten, berichteten die Forscher.(apa)
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