Freitag, 13. Oktober 2006

Ihr Zukunftsplan: So können Sie sich jetzt eine hohe Zusatzpension fürs Alter sichern!

  • NEWS-Serie: Attraktivste Wege für Ihre Privatrente
  • PLUS: Großes Vorsorge-ABC zum Durchklicken!

Die private Zusatzrente rückt immer stärker ins Rampenlicht. Wer in jedem Fall auf der sicheren Seite sein möchte, sorgt selbst vor. NEWS zeigt die attraktivsten Wege für eine sichere Privatrente.

Das größte Problem bei Pensionsantritt ergibt sich aufgrund der monetären Kluft zwischen Letztgehalt als Erwerbstätiger und anschließendem Bezug als Pensionist. Denn die Renten sind seit der Pensionsreform 2003/04 mit 2.500 Euro limitiert. Mehr gibt es vom Staat nicht. Wer also vor der Pension ein Salär von 4.000 Euro bezog, der erhält dann 1.500 Euro weniger auf sein Konto. Und auch wer nicht über die Grenze von 2.500 Euro kommt, hat einen hohen Bedarf. Beispiel: Eine weibliche Angestellte, die jetzt 30 Jahre ist und 2.000 Euro brutto bekommt, erhält bei einer angenommenen jährlichen Gehaltssteigerung von zwei Prozent pro Monat 2.340 Euro netto vor Pensionsantritt. Mit diesem Letztgehalt landen dann 1.493 Euro als Pension auf dem Konto und damit um 846 Euro pro Monat weniger. "Diese Lückenschließung ist bereits mit 97 Euro im Monat möglich", erklärt Ernst-Theodor Wotke von der sVersicherung.

Den ausgewogenen Vorsorgemix für sich zu finden, ist aufgrund des großen Angebots nicht immer leicht, aber in jedem Fall sollte man so früh wie möglich damit beginnen.

So erhält etwa ein jetzt 25-Jähriger, der monatlich 100 Euro mit der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge zur Seite legt, mit 65 Jahren eine Zusatzpension in Höhe von 927 Euro (wenn die Versicherung sechs Prozent über die gesamte Laufzeit erwirtschaftet). Bei gleicher Voraussetzung erhält jemand, der bereits 40 Lenze zahlt, 341 Euro.

Junge Vorsorge
Diesen Umstand haben auch junge Sparer bereits erkannt: 14 Prozent, und damit der größte Teil derer, die eine Zukunftsvorsorge kaufen, sind 20 bis 25 Jahre alt.

Der große Vorteil bei der Zukunftsvorsorge liegt in der vom Staat geschenkten Prämie. Derzeit macht sie 8,5 Prozent pro Jahr aus. Im nächsten Jahr kommt es zu einer Anhebung auf neun Prozent. Versicherungsexperte Wotke: "Ein enormer Gewinnhebel liegt darin, dass die Versicherungen bei dieser Vorsorgeart steuerlich begünstigt sind und die Renditen fast eins zu eins ausschütten können."

Flexibler gestalten
Daneben gibt es auch weiterhin die klassische Lebensversicherung. Sie ist flexibler, und im Gegensatz zur Zukunftsvorsorge kann bei Pensionsantritt das gesamte Geld als Einmalzahlung konsumiert werden. Bei der Zukunftsvorsorge ist dies wohl auch möglich, allerdings mit teuren Abschlägen (halbe Prämienrückzahlung, Kapitalertragsteuer).

Daneben ist auch der Wertpapiersektor für die Pensionsvorsorge sehr interessant. Harald Nutz, Wertpapierprofi der Erste Bank: "Wichtig ist, nicht alles auf eine Karte zu setzen. Zu Versicherungen können auch aggressivere Fonds beigemischt werden." In jungen Jahren ist es sinnvoller, offensivere Investments einzugehen, und im Alter dann auf defensivere Produkte umzuschichten. Die Faustregel: Für eine langfristige Veranlagung sollte der Aktienanteil in etwa 100 minus Lebensjahre ausmachen. Der Rest wird in Anleihen oder Geldmarktfonds investiert.

Eine hohe Nachfrage gibt es derzeit beim Fondssparen. Kleinere Monatsbeträge ab 30 Euro monatlich werden in einen oder mehrere Fonds eingezahlt. Partizipiert wird vom Anstieg der Kurse und von laufenden Erträgen (beispielsweise Zinsen). Fonds sind durch ihre breite Streuung weniger riskant als Einzelinvestments, aber auch hier gibt es unterschiedliche Varianten - von sehr konservativ (etwa Geldmarktfonds) bis zu aggressiv (reine Aktienfonds).

Hausherr
Gerade in Zeiten hoher Mietpreise erfreut sich die Vorsorgewohnung steigender Beliebtheit: speziell definierte Wohneinheiten werden dabei gekauft und gleich weiter vermietet. Um die Vermietung kümmert sich die Immobiliengesellschaft. Es bedarf beim Erwerb einer Vorsorgewohnung nur geringer Eigenmittel (30 bis 50 Prozent des Kaufpreises). Der Rest wird mittels Kredit finanziert. Die Raten für das Darlehen zahlt man dann mit den Mieteinnahmen zurück. In spätestens 20 Jahren ist die Wohnung schuldenfrei und kann verkauft, weiter vermietet oder selbst genutzt werden. Diese Kapitalzuflüsse erhöhen dann auch die Pension.

Versichert im Notfall
Eine hohe Rente ist auch dann ein Segen, wenn es zu unerwarteten Notfällen kommt. Etwa beim Ableben des Ehepartners. Denn Bestattungskosten werden immer höher. Damit keine finanziellen Bürden entstehen, kann man sich auch gegen dieses Risiko absichern. Dafür stehen zahlreiche Vorsorgeprodukte zur Verfügung. Etwa die s Bestattungsvorsorge, mit der die gesamten Beerdigungskosten übernommen werden und die Kosten für die Grabpflege eingeschlossen sind.

Wie hoch Ihre Zusatzpension ist, wenn sie monatlich 100 Euro weglegen:
Privatpension bei Verzinsung von
100 €/Monat im Alter von0%3%6%8%
25 Jahren261 €445 €927 €1.566 €
30 Jahren230 €360 €674 €1.053 €
35 Jahren200 €287 €484 €701 €
40 Jahren169 €223 €341 €458 €
45 Jahren137 €167 €232 €291 €
50 Jahren103 €117 €149 €176 €

Noch mehr wertvolle Tipps zur Pensionsvorsorge finden Sie in NEWS 41/2006

13.10.2006 20:06