Dienstag, 10. Oktober 2006

Wieder Probleme für bwin: Slowenische Behörde untersagte Werbung in TV-Sender

  • Station & Wettanbieter wehren sich gegen Kontrollore
  • bwin müsste für Lizenz Konzessionsgebühren zahlen

Der Internet-Wettanbieter bwin hat auch in Slowenien Probleme. Das staatliche Amt für die Überwachung von Glücksspielangeboten hat dem Privatsender POP TV eine Geldstrafe aufgebrummt, weil er entgegen einem Verbot bwin-Werbespots gesendet hatte. Dies berichtet die Laibacher Wirtschaftszeitung "Finance". POP TV hat beim Laibacher Bezirksgericht Einspruch gegen die Entscheidung eingelegt.

Werbung für Glücksspiele ist in Slowenien nicht grundsätzlich verboten, doch hat bwin anders als die staatliche Lotteriegesellschaft keine entsprechende Lizenz. Schon Ende September hatten die slowenischen Internetprovider Siol und T-2 auf Geheiß des slowenischen Finanzministeriums vorübergehend den Zugang zur bwin- Internetseite gesperrt, woraufhin der Wettanbieter laut "Finance" eine Klage gegen die Firma eingebracht hatte. Geklagt wurde von bwin auch der öffentlich-rechtliche Rundfunksender RTV Slovenija, weil er die Werbeeinschaltungen für bwin eingestellt hatte. Klagswert seien jeweils rund 50 Mio. Euro.

Von der Kartellbehörde hieß es, dass bwin eine von zwei freien Glücksspiellizenzen in Slowenien erwerben könnte. Die Konzessionszahlungen kommen Sportlern, Behinderten und humanitären Organisationen zugute. Ein Bwin-Vertreter erklärte sich laut "Finance" indirekt zu Zahlungen an den slowenischen Staat bereit. "Obwohl wir das nicht müssen, würden wir lieber in einem geregelten rechtlichen Umfeld operieren, als dass man uns aus Slowenien vertreibt", wurde Raschke von der Wirtschaftszeitung zitiert.

(apa)

10.10.2006 10:53