Niederlage für England in EM-Quali 2008:
Briten verlieren in Kroatien klar mit 0:2
- England-Torhüter Robinson mit schwerem Patzer
- Siege für Deutschland, Italien und Frankreich
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Die englische Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. Gegen Kroatien setzte es in Zagreb eine 0:2-Niederlage. Nach dem Führungstreffer der Kroaten durch den eingebürgerten Brasilianer Eduardo (60.) besiegelte ein Eigentor von Gary Neville nach fürchterlichem Patzer von Torhüter Robinson-Patzer (68.) die Auswärtsschlappe. Deutschland beeindruckte beim 4:1-Erfolg über die Slowakei. Souveräne Siege fuhren auch Weltmeister Italien (3:1 in Georgien) und Vizeweltmeister Frankreich (5:0 gegen die Färöer) ein.
Die bei der WM enttäuschenden Kroaten, bei denen Salzburg-Legionär Niko Kovac als Kapitän durchspielte, übernahmen nach einer halben Stunde das Kommando und vergaben durch Kranjcar (32.) die Führung. Nach dem Wechsel schoss der nach seiner Sperre von Neo-Coach Steve McClaren erstmals aufgebotene Rooney aus aussichtsreicher Position übers Tor (54.), ehe Eduardo nach einer Kovac-Flanke goldrichtig stand und Torhüter Robinson per Kopf überhob.
Der Schlussmann von den Tottenham Hotspur zeichnete sich auch für die Entscheidung verantwortlich: Nach einem harmlosen Rückpass von Manchester-United-Kapitän Neville säbelte der in der ersten Hälfte noch fehlerfreie Robinson am Ball vorbei, der ungehindert ins Tor kullerte (68.). Kroatien ist damit seit 30 Spielen zu Hause unbesiegt.
Deutsche beeindrucken
Die deutsche Nationalmannschaft hat in eindrucksvoller Manier die Weichen für eine erfolgreiche Qualifikation für die EURO 2008 gestellt. Die Deutschen setzten sich in Preßburg gegen die Slowakei sicher mit 4:1 durch, kassierten damit zwar das erste Gegentor in der Teamchef-Ära von Joachim Löw, halten aber nach drei Spielen in Gruppe D beim Punktemaximum.
Lediglich die Tschechen, die in Irland ein 1:1 erreichten und ein Spiel mehr ausgetragen haben, rangieren in der Tabelle vor den Deutschen, für die ausgerechnet der zuletzt heftig kritisierte Jungstar Lukas Podolski einen Doppelpack erzielte (13., 72.). Der Stürmer hält damit bereits bei sieben Toren in der laufenden Qualifikation. Die weiteren Treffer erzielten Kapitän Michael Ballack (25.) und Bastian Schweinsteiger (36.). Das einzige Gegentor durch einen Varga-Kopfball (58.) ging auf die Kappe von Keeper Jens Lehmann.
"Man kann stolz sein auf diese Mannschaft, sie hat vor Spielfreude nur so gesprüht", meinte der ehemalige Tirol- und Austria-Coach Löw nach der Partie hochzufrieden. "Das war ein großer Schritt Richtung EM. Wir haben außerdem bewiesen, dass wir auch auswärts gegen einen starken Gegner gewinnen können." Vor etwas mehr als einem Jahr hatten sich die deutschen im Slovan-Stadion in der slowakischen Hauptstadt noch 0:2 geschlagen geben müssen.
Italien und Frankreich siegen
Souveräne Siege fuhren auch Weltmeister Italien (3:1 in Georgien) und Vizeweltmeister Frankreich (5:0 gegen die Färöer) ein. Während sich die Franzosen in Sochaux für die überraschende 0:1-Niederlage in Schottland rehabilitierten und in Gruppe B an die Spitze setzten, retteten die Italiener dank Toren von De Rossi (18.), Camoranesi (61.) und Perrotta (70.) endgültig den Job von Teamchef Roberto Donadoni.
Noch fester im Trainersessel sitzt auch Otto Rehhagel in Griechenland. Der Europameister gewann auch sein drittes Quali-Spiel und ist in Gruppe C ebenso wie Tabellenführer Türkei weiter ohne Gegentor. Die Griechen überzeugten beim 4:0-Sieg in Bosnien-Herzegowina auf voller Linie. Die Türken setzten sich in Frankfurt/Main vor leeren Zuschauerrängen dank vier Toren von Hakan Sükür, darunter ein lupenreiner Hattrick zwischen den Minuten 35 und 43, gegen Moldawien mit 5:0 durch. Der Stürmer-Star hält nun schon bei 50 Länderspiel-Toren.
Für Überraschungen sorgten lediglich Polen und Malta - jeweils mit 2:1-Siegen. Während die Malteser überraschend Ungarn bezwangen und damit den ersten EM-Quali-Sieg nach 24 Jahren feierten, verwiesen die Polen mit Austria-Legionär Arek Radomski Vize-Europameister Portugal in die Schranken. Nach einem Doppelpack von Ebi Szmolarek (9., 18.) kam der Anschlusstreffer von Nuno Gomez in der Nachspielzeit (92.) zu spät. Die Portugiesen rangieren damit vorerst nur auf dem fünften Tabellenplatz.
Anders die Niederlande und Schweden. Beide führen ihre Gruppen jeweils deutlich an, hatten in ihren Mittwoch-Spielen aber einige Mühe. Die Niederländer setzten sich im Heimspiel dank eines Tores von Topscorer Robin van Persie (13.) sowie eines Eigentors (41.) ohne zu überzeugen gegen Albanien mit 2:1 durch. Die Schweden gerieten auf Island sogar in Rückstand (6.), ehe Källström (8.) und Wilhelmsson (59.) die Partie drehten.
Ukraine stoppt Schottland
Die Ukraine stoppte den Siegeslauf der bisher ungeschlagenen Schotten und feierte in Kiew einen 2:0-Erfolg. Nach einer Stunde besorgte Verteidiger Kucher die Führung für die Osteuropäer, die Star Andrej Schewtschenko in der Schlussminute per Elfmeter verdoppelte. Schottlands Pressley sah nach einem Foul am Chelsea-Stürmer die Rote Karte (86.).
Dank zwei später Treffer von Pawel Pogrebnijak (78.) und Dmitrij Sytschew (91.) glückte Russland mit dem 2:0 gegen Estland der erste Sieg in der EM-Quali. Das Team von Coach Guus Hiddink, mit zwei Unentschieden gegen Kroatien und Israel gestartet, versäumte es lange Zeit, sich Chancen zu arbeiten, ehe Wechselspieler Pogrebnijak aus kurzer Distanz traf.
(apa/red)










