Zwangspause für Divis: Salzburg-Goalie vom Strafsenat für sechs Spiele gesperrt
- Perthaler mit Stockhand ins Gesicht geschlagen
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Einen Schlag mit der Stockhand gegen den Kopf von Black-Wings-Linz-Stürmer Christian Perthaler muss Reinhard Divis teuer bezahlen. Der Keeper von Red Bull Salzburg wurde vom Strafsenat der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) für sechs Pflichtspiele gesperrt. Gegen diese Entscheidung ist keine Berufung möglich. Die Salzburger zeigten für die Höhe der Strafe kein Verständnis, bei den Linzern ist man mit dem Strafausmaß zufrieden.
Divis hatte Perthaler nach dessen zweitem Treffer bei der 3:4-Heimniederlage mit der Stockhand ins Gesicht geschlagen. Der Schiedsrichter hatte das Foul nicht genau gesehen, und Divis nur für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt. Der EHC Black-Wings-Linz hatte danach eine Klage beim Strafsenat der Liga eingebracht.
"Das ist eine angemessene Strafe. Solche unfairen Sachen haben in einem Spiel nichts verloren. Bedenklich ist, dass der Schiedsrichter das nicht gesehen hat. Alle, auch die mit den drei Punkten und der gelben Schleife haben es gesehen. Schiedsrichter Cervenak hat einmal mehr bewiesen, dass er nicht bundesligatauglich ist", meinte Linz-Präsident Willi Wetzl kritisch.
Wetzl haderte vor allem mit der Tatsache, dass die Strafe im Spiel vielleicht spielentscheidend war. "Wer weiß, ob wir nicht gewonnen hätten, wenn Divis länger draußen gewesen wäre?", sagte Wetzl, der aber betonte, dass es viele sehr gute Schiedsrichter in Österreichs Liga gibt.
Die Salzburger sind mit der Höhe der Strafe naturgemäß nicht einverstanden. "Das Foul von mir ist nicht zu rechtfertigen, doch ich verstehe die Höhe der Strafe nicht. Man darf den Faustschlag nicht isoliert vom restlichen Spielgeschehen betrachten. Das passierte aus der Emotion heraus, war kein mutwilliger Schlag", rechtfertigte sich Divis. Strafmildernd wurde die Unbescholtenheit Divis' gewertet, der sich in 14 Profijahren nichts zu Schulden kommen ließ.
(apa/red)
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