Sonntag, 15. Oktober 2006

"Alles richtig gemacht": Salzburger "Bullen"
treffen endlich nach "Traps" Geschmack

  • Lange Gesichter bei Tirol nach 1:2 gegen die SV Ried
  • Mattersburger nach 2:1 gegen GAK hochzufrieden

Der Schongang hat Red Bull Salzburg gereicht, um Aufsteiger Altach in der 12. Runde der Fußball-T-Mobile-Bundesliga 3:0 abzufertigen und den Vorsprung in der Tabelle auf sechs Punkte auszubauen. Startrainer Giovanni Trapattoni war hochzufrieden: "Die Mannschaft hat endlich verstanden, was ich will." Der erste Verfolger Wacker Tirol stolperte hingegen zu Hause gegen Ried und verlor trotz 1:0-Führung noch 1:2. "Schade, wie wir das heute vergeigt haben", war Coach Frantisek Straka sauer.

Von einer Vorentscheidung in der Liga will man in Salzburg trotz der Tatsache, dass man die mit Abstand meisten Punkte und Tore sowie die wenigsten Gegentreffer auf dem Konto hat, nichts wissen. "Die Liga dauert noch sehr lange", meinte Trapattoni, der gegen die deutlich zu hoch bezwungenen Altacher keinen einzigen Österreicher einsetzte.

"Die Mannschaft hat heute alles richtig gemacht"
Lothar Matthäus ("Die Mannschaft hat heute alles richtig gemacht") verglich die Situation mit seiner eigenen einst bei Bayern München. "Gegen uns zu spielen, ist für jeden Gegner ein Hochgenuss. Wir sind immer Favorit. Aber an den zahlreichen Ausrutschern sieht man, dass die Liga sehr ausgeglichen ist. Das sollte eine Warnung für uns sein."

Für den kroatischen Routinier Kovac waren es erfolgreiche Tage, denn am Mittwoch hatte der Teamkapitän mit seiner Truppe England in der EM-Quali 2:0 bezwungen. Gegen Altach gelang ihm einen Tag vor seinem 35. Geburtstag das 1:0. "Wir wollen das Double, aber die Messe ist noch nicht gelesen", meinte Kovac. Seine bisher stärkste Leistung in Salzburg brachte der Schweizer Vonlanthen, der diese mit dem 2:0 krönte: "Wir haben hart trainiert und alle füreinander gekämpft. Es macht Spaß, wir haben eine tolle Mannschaft."

Lange Gesichter bei Tirolern
Lange Gesichter gab es hingegen bei den Tirolern auf dem Innsbrucker Tivoli. "Wir waren im Kopf nicht frei, zu langsam. Die Aggressivität hat gefehlt. Das muss analysiert werden", kündigte Wacker-Trainer Straka an. Ex-Tirol-Trainer Helmut Kraft durfte sich hingegen mit seinen Riedern über einen besonderen Erfolg freuen: "Auf dem Tivoli zu gewinnen, ist ein tolles Gefühl. Die letzten 20 Minuten war es eine Abwehrschlacht. Es war wichtig, endlich einmal drei Punkte zu holen."

Mattersburg nach 2:1 gegen GAK hochzufrieden
Mit Wacker gleichgezogen haben die Mattersburger dank eines 2:1-Heimerfolges gegen den GAK. "Wir waren die klar bessere und offensivere Mannschaft", urteilte 1:0-Torschütze Atan. GAK-Coach Lars Söndergaard, dessen Team nach Gelb-Rot für Horvath (42.) lange Zeit in Unterzahl spielen musste, sah das anders. "Vor der Pause hat der Schiedsrichter (Stuchlik, Anm.) einen entscheidenden Teil zum Ergebnis beigetragen. Wir haben gut gespielt, ich muss der Mannschaft gratulieren."
(apa/red)

15.10.2006 12:04