Türkei-Rallye doch gestartet: Grönholm übernahm Führung in Schlammschlacht!
- Stohl nach Auftakt-Etappe Neunter - Aigner 13.

Der Finne Marcus Grönholm hat den ersten Tag des 13. Laufes zur Rallye-Weltmeisterschaft in der verregneten Türkei für sich entschieden. Der WM-Zweite fuhr auf den extrem schlammigen Pisten zwischen Antalya und Kemer nach der ersten Etappe im Ford Focus einen Vorsprung von 26,1 Sekunden auf den Norweger Petter Solberg im Subaru Impreza heraus. Dritter war Grönholms Landsmann und Teampartner Mikko Hirvonen mit einem Rückstand von 48,8 Sekunden.
Während dem Norweger Henning Solberg im Peugeot 307 des OMV-Teams als Viertem nur 0,7 Sekunden auf das Podest fehlten, rangierte sein Wiener Teamkollege Manfred Stohl nur auf Rang neun der Zwischenwertung. Der zweite Österreicher, Andreas Aigner vom Red Bull Skoda Team, lag nach der Auftaktetappe auf dem 13. Platz.
Wegen der starken Regenfälle in den vergangenen Tagen stand die Austragung der Türkei-Rallye auf der Kippe. Ein Sturm richtete im Service-Park in Kemer Schäden in Millionenhöhe an. Der Veranstalter musste drei Prüfungen wegen Unbefahrbarkeit und aus Sicherheitsgründen absagen. Mit einem Notprogramm wurde die Rallye erst mit der dritten Prüfung gestartet.
"Das waren mit die schlimmsten Streckenbedingungen, die ich je erlebt habe", betonte Tagessieger Grönholm. "Zum Glück hörte zu Mittag der starke Regen auf und die Strecken wurden etwas trockener. Dennoch war der heutige Tag ein großes Spiel mit vielen Unbekannten. Die Pisten heute haben mich sehr stark an die Safari-Rallye in Kenia erinnert, da war es auch nicht schlimmer", meinte der Schotte Colin McRae nach Ende der "Schlammschlacht".
McRae vertritt in der Türkei den verletzten Weltmeister und überlegenen WM-Spitzenreiter Sebastien Loeb aus Frankreich, der wegen einer komplizierten Oberarmfraktur vorerst pausieren muss. Der Weltmeister von 1995, der erstmals seit September 2005 wieder einen WM-Lauf bestreitet, lag bei seinem ersten Saisonauftritt in Loebs Citroen Xsara auf einem zwischenzeitlichen vierten Rang, fiel am Nachmittag aber auf den sechsten Platz (Rückstand: 1:25,9 Minuten) zurück.
Auch Stohl hatte so seine Probleme mit den widrigen Bedingungen. "Mir fehlt ein wenig das Gefühl", erklärte der OMV-Pilot. "Hoffentlich geht es jetzt besser. Wenn die Strecke auftrocknet, sollte dem nichts im Wege stehen."
Endstand der ersten Etappe:
1. Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (FIN) Ford Focus 57:25,1 Minuten
2. Petter Solberg/Phil Mills (NOR/GBR) Subaru Impreza +26,1 Sekunden
3. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (FIN) Ford Focus 48,8
4. Henning Solberg/Cato Menkerud (NOR/OMV Peugeot Norway WRT) Peugeot 307 49,5
5. Kosti Katajamäki/Timo Alanne (FIN) Ford Focus 1:12,2 Min.
6. Colin McRae/Nicky Grist (GBR) Citroen Xsara 1:25,9
7. Chris Atkinson/Glenn MacNeall (AUS) Subaru Impreza 1:26,5
8. Xavier Pons/Carlos Del Barrio (ESP) Citroen Xsara 1:34,2 Min.
9. Manfred Stohl/Ilka Minor (AUT/OMV Peugeot Norway WRT) Peugeot 307 1:56,2.
Weiter:
12. Harri Rovanperä/Risto Pietiläinen (FIN/Red Bull Skoda Team) Skoda Fabia 3:06,04
13. Andreas Aigner/Klaus Wicha (AUT/GER/Red Bull Skoda Team) Skoda Fabia 3:12,1
(apa/red)
