Freitag, 13. Oktober 2006

Tiroler CL-Sieg am 'Grünen Tisch': Spieler von Belgorod unberechtigt in Spiel eingesetzt

  • Volleyball-Meister kann so noch auf Aufstieg hoffen
  • Ukrainischer Spieler wurde als Russe nominiert

Volleyball-Meister Hypo Tirol ist wieder zurück im Rennen um den Aufstieg ins Achtelfinale der Volleyball-Champions- League. Den Innsbruckern wurde nachträglich ihre 2:3-Niederlage in der Auftakt-Partie daheim gegen Belgorod vom Europäischen Verband (CEV) mit 3:0 zugeschrieben, da die Russen einen Spieler unberechtigt eingesetzt hatten.

Belgorod hatte einen ukrainischen Spieler als Russen angemeldet, wohl um sich die für Legionäre in der Champions League fällige Saison-Lizenzgebühr von 2.000 Franken (1.255 Euro) zu ersparen. Daher wurden die Partien strafverifiziert. Die aon hotVolleys etwa mussten für ihre neun Legionäre vor Beginn der heurigen Saison in Summe 18.000 Franken (11.298 Euro) zahlen.

Hypo Tirol über die Entscheidung des Europäischen Verbandes noch nicht informiert worden, der Sportliche Leiter Stefan Chrtiansky erhielt die Nachricht von der APA. "Jetzt sind wir wieder im Spiel, das gibt Motivation für uns", erklärte der Slowake. "Die zwei Spiele gegen Podgorica, daheim gegen Mallorca und in Düren sind noch zu gewinnen. Noch drei Siege könnten für das Achtelfinale reichen. Ebenso 3:0 gewertet wurde die Partie Tours - Belgorod. Innsbruck ist nun in Pool A Tabellen-Dritter. (APA)

13.10.2006 13:44