Flüchtlingsstrom nach Lampedusa reißt
nicht ab: Wieder 400 Immigranten gelandet
- Boot trieb bei heftigem Unwetter vor der Küste
Die italienische Küstenwache hat nahe der Insel Lampedusa erneut zwei Boote mit fast 450 Flüchtlingen aufgegriffen. Mehr als 400 Menschen befanden sich auf einem Fischerboot, unter ihnen 21 Frauen, ein Baby und mehrere Minderjährige, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete. Sie seien vermutlich von der libyschen Küste aus losgefahren und hätten aufgrund des schlechten Wetters einen Notruf per Handy an die Küstenwache geschickt.
Die Flüchtlinge kommen dem Bericht zufolge aus den Maghreb-Staaten, aus Eritrea und aus Bangladesch. Ein weiteres Schiff mit 36 Flüchtlingen legte aus eigener Kraft in Lampedusa an.
Auf der 200 Kilometer südlich von Sizilien und 300 Kilometer nördlich von Libyen gelegenen süditalienischen Insel kommen immer wieder Flüchtlinge an, die versuchen, über das Mittelmeer von Afrika nach Europa zu gelangen. Seit Jahresbeginn wurden an der italienischen Küste nach Angaben des Innenministeriums mehr als 16.000 Flüchtlinge aufgegriffen.
(apa/red)
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