Selbstmordanschlag auf NATO-Konvoi
in Afghanistan: Acht Zivilisten sterben
- Attentat ereignet sich in der Stadt Kandahar
Bei einem Selbstmordanschlag auf die internationale Schutztruppe ISAF in der südafghanischen Stadt Kandahar sind acht afghanische Zivilisten getötet und zwei ISAF-Soldaten verletzt worden. Die NATO-geführte Truppe teilte mit, der Anschlag habe einem ISAF-Konvoi gegolten. Angaben zur Nationalität der verletzten Soldaten machte die Schutztruppe nicht. In Kandahar sind aber vor allem Kanadier stationiert. Auch der Attentäter kam ums Leben, als er sich in einem mit Sprengstoff beladenen Wagen in die Luft jagte.
Viereinhalb Monate nach Übernahme des Kommandos in Nordafghanistan hat ein Kommandowechsel bei der Bundeswehr im Hauptquartier in Masar- i-Scharif stattgefunden. Die ISAF teilte mit, Brigadegeneral Markus Kneip habe das Regionalkommando im Norden und den Oberbefehl über das deutsche ISAF-Kontingent in Afghanistan an Brigadegeneral Volker Barth übergeben. Die Bundeswehr hatte am 1. Juni das ISAF-Kommando für Nordafghanistan übernommen. Bei Anschlägen waren danach mehrere deutsche Soldaten verletzt worden. Kneip war acht Monate in Afghanistan.
Die ISAF teilte weiter mit, bei einem Angriff auf Truppen der ISAF und der afghanischen Armee in der südafghanischen Provinz Urusgan seien 25 Rebellen getötet worden. Im Kreuzfeuer sei auch ein Zivilist ums Leben gekommen, sieben weitere Zivilisten seien verletzt worden. Mehrere afghanische Soldaten seien verwundet worden. ISAF-Soldaten seien nicht getötet worden. In Urusgan sind vor allem niederländische Soldaten stationiert.
In der südostafghanischen Provinz Ghasni kamen nach ISAF-Angaben bereits am Samstag vergangener Woche drei Jugendliche ums Leben, als Taliban-Kämpfer sie an Sprengfallen ausbildeten und einer der Sprengsätze detonierte. Die US-Streitkräfte teilten mit, ein US- Soldat sei am Mittwoch gestorben, als er in der südafghanischen Provinz Helmand aus einem Hubschrauber stürzte.
(apa/red)
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